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Wie kam die Donau ins Schuttertal?
Wanderung durch die Schutter-Anzapfung

Wanderung des Stadtmuseums am Sonntag, 30. August 1998

Die geologisch-archäologische Wanderung führt zu der Stelle, an welcher der Talwechsel der Donau vom Altmühltal zum Schuttertal vollzogen wurde.

Donau-Einzug
Vor Millionen von Jahren bestand im heutigen Bayern ein Süßwasser-Meer. Durch geologische Hebungen floß dieses nach Osten ab, wie die Karte des Wasser-Einzugs der gesamten heutigen Donau noch zeigen kann.
Damals waren noch Oberrhein und Main die Quellflüsse, später trennten sich diese.

Die Urdonau grub sich in die sich langsamhebende Albfläche ein und schuf so das heutige Altmühltal. Durch eine zweimalige Anzapfung - Schutter und Neuburger Fluss - kam sie in der vorletzten Eiszeit in ihr heutiges Tal.

Die beiden Talwechsel der Donau. Zeichnung: KS
Die beiden Talwechsel der Donau: Altmühltal -> Schuttertal -> heutiges Donautal. Zeichnung: KS

Vom Wellheimer Trockental ausgehend, soll die Engstelle der sogenannten Schutteranzapfung durchwandert werden. Anschaulich werden hier die verschiedenen Theorien des Vorgangs vor 160 000 Jahren - Rückwärts-Einschneiden des Quelltopfes, Einbruch von Dolinen - vor Augen geführt.
Etwa 30 000 Jahre lang war die Donau damals dann durch das heutige Tal der Schutter bis Ingolstadt geflossen, bis eine weitere Verlagerung ihres Laufes ins heutige Flussbett geschah.
Hierzu ausfühlicher

Zwei Jagdstationen der Neandertaler werden im weiteren Verlauf der Exkursion besucht:

Vom Speckberg aus ergab sich damals ein vorzüglicher Überblick über das sich ab hier ausweitende Schuttertal, eine ideale und immer wieder in vorgeschichtlicher Zeit aufgesuchte Stelle für ein Jagdlager. Seit den umfangreichen Ausgrabungen in den 50er Jahren ist diese auch eine der in Fachkreisen bekannteste Freilandstationen der letzten Eiszeit.

In Sichtweite davon lag mitten im Sumpfgebiet des Schuttertales eine kleine felsige Insel, auf welcher eine kalte und klare Quelle entsprang. Diese besondere Situation verführte nicht nur die Neandertaler, sondern auch die Jäger der Nacheiszeit und sogar die ersten Bauern, hier zu siedeln.
Auch der Bischof von Eichstätt ließ später auf diesem nassen Felsen ein prächtiges Wasserschloss errichten, welches durch die Schloss- und Grabungsfeste der vergangenen Jahre zum gesellschaftlichen Zentrum der bayerischen Archäologen geworden ist.


Zur Abfahrt traf man sich an der Kasse des Stadtmuseums Ingolstadt am 30.8.98 um 10 Uhr.
Gefahren wurde mit dem eigenen Auto, Dauer etwa 3 Stunden.
Kurze Beschreibung der Wanderung

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