Hepatitis-B-Impfung für Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Nach vorsichtigen Schätzungen infizieren sich in Deutschland jährlich etwa 50.000 Menschen mit dem Hepatitis-B-Virus. Etwa 10 Prozent der Infizierten entwickeln eine Infektion, die im weiteren Verlauf zu schweren Lebererkrankungen führen kann. Infektionen im Kindesalter entwickeln sich besonders häufig zu ernsthaften Dauererkrankungen. Kinder sollten deshalb über einen entsprechenden Impfschutz verfügen. Mit der Aufnahme der Hepatitis-B-Impfung in den Impfkalender folgte im vergangenen Jahr Deutschland den Empfehlungen der WHO und dem Beispiel anderer Länder.

Ab Beginn des 3. Lebensmonats empfiehlt sich eine Hepatitis-B-Impfung von Säuglingen. Mit zwei weiteren Impfungen ab dem 5. und 13. Lebensmonat ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. Zwischen 11 und 15 Jahren empfiehlt es sich, den Impfschutz mit einer weiteren Impfung aufzufrischen. Nach heutigem Wissen ist eine Auffrischungsimpfung frühestens zehn Jahre nach Abschluß der Grundimmunisierung angezeigt. Es ist zu erwarten, daß bald Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung stehen werden, damit sich die Zahl der erforderlichen Einzelimpfungen im Kindesalter verringert.

Mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns haben die AOK und die anderen gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr vereinbart, daß die Impfung für Säuglinge, Kinder und Jugendliche in die vertragsärztliche Versorgung aufgenommen wird. Der Arzt rechnet die Impfung direkt über die Versichertenkarte ab; den Eltern der geimpften Kinder entstehen somit keine Kosten, berichtete jetzt Ingolstadts AOK-Direktor Josef Leiherer: "Weiterhin befinden sich natürlich im 'AOK-Impf-Katalog' u.a. - für die für die Versicherten selbstverständlich kostenfreie - Immunisierungen u.a. gegen Diphtherie, Zeckenstiche, Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern, Mumps, Röteln, Tollwut, Tuberkulose, Virusgrippe, Tetanus und Rachitis!" AOK Ingolstadt


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