Hartgekocht, gefärbt, beklebt oder sogar eigenhändig kunstvoll bemalt: In allen Variationen haben Ostereier in wenigen Tagen wieder Hochsaison. Mit einer Prise Salz schmecken sie vielen besonders gut. "Aber Salz ist nicht gleich Salz", so Dipl. oec. troph. (Univ.) Evelyn Milz, Ernährungsberaterin der regionalen AOK: "Jodiertes und fluoridiertes Speisesalz sollte es sein, denn es würzt nicht nur, sondern beugt auch Erkrankungen vor."
Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion benötigt. Nimmt der Körper zuwenig Jod auf, kann das zu einer Vergrößerung der Schiddrüse, und damit zum berüchtigten Kropf führen. Fachleute sind der Meinung, daß Jodmangel die Ursache für rund 75 Prozent aller Schilddrüsenerkrankungen ist, und daß die dadurch verursachten jährlichen Kosten für die Diagnose und Behandlung etwa 2,2 Milliarden Mark betragen.
Durch die Auswaschungen der Eiszeit kommt Jod in Bayerns Böden nur sehr gering vor. Infolgedessen ist auch wenig Jod im Trinkwasser und in den Lebensmitteln vorhanden. Um die Jodversorgung sicher zu stellen sollte mehrmals wöchentlich Seefisch, auf dem Speiseplan stehen.
Viele Lebensmittel enthalten ohnehin Salz. Bei der Auswahl der Lebensmittel kann schon darauf geachtet werden, daß sie mit Jodsalz hergestellt wurden. "Als Ergänzung zum Speiseplan sollte Jodsalz nicht nur zu Ostern verwendet werden", so jetzt die AOK-Ernährungswissenschaftlerin. "Grundsätzlich gilt aber: so wenig Salz wie möglich ist immer noch am gesündesten."
Ist das Jodsalz außerdem noch fluoridiert, kann gleichzeitig
das Kariesrisiko vermindert werden.
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