Wie unbedenklich ist meine Anti-Baby-Pille? Viele Frauen in der Region Ingolstadt sind bei der Antwort auf diese Frage verunsichert, denn Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen Thromboserisiko und den Gestagen-Arten Desogestrel und Gestoden hin. Diese sind in Pillen der sogenannten "dritten Generation" enthalten. Die Einnahme eines Präparates, das eines dieser Hormonen enthält, soll das Thromboserisiko - das ist das Risiko für Venenverschlüsse durch Blutpfropfen - verdoppeln.
"Doch nicht für jede Frau, die die Pille nimmt, besteht
Handlungsbedarf - ein klärendes Gespräch mit dem Arzt
ist immer zu empfehlen", erläutert Beratungsapothekerin
Sonja Wunder von der AOK Bayern. Das Risiko einer Thrombose sei,
absolut gesehen, immer noch sehr gering: "Nur Frauen unter
30, die erstmalig hormonell verhüten, darf der Arzt keine
Pille mit Desogestrel oder Gestoden verschreiben", so Sonja
Wunder. Dies hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte festgelegt. Die Frau sollte auch den Arzt auf
verwandtschaftliche Vorbelastungen im Bereich "Thrombosen"
hinweisen, soweit solche Erkrankungen im Familienbereich bekannt
sind.
Herausgegeben von der AOK Bayern
- Die Gesundheitskasse,
Direktion Ingolstadt
- Presse und Öffentlichkeitsarbeit -,
Peter Skodawessely
Postfach 21 02 41, 85017 Ingolstadt
Tel. (0841) 9 34 91 41, Fax (0841) 9 34 91 49