Verunsicherung um Mini-Pillen

AOK: Nicht jede Frau muß das Präparat wechseln !

Wie unbedenklich ist meine Anti-Baby-Pille? Viele Frauen in der Region Ingolstadt sind bei der Antwort auf diese Frage verunsichert, denn Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen Thromboserisiko und den Gestagen-Arten Desogestrel und Gestoden hin. Diese sind in Pillen der sogenannten "dritten Generation" enthalten. Die Einnahme eines Präparates, das eines dieser Hormonen enthält, soll das Thromboserisiko - das ist das Risiko für Venenverschlüsse durch Blutpfropfen - verdoppeln.

"Doch nicht für jede Frau, die die Pille nimmt, besteht Handlungsbedarf - ein klärendes Gespräch mit dem Arzt ist immer zu empfehlen", erläutert Beratungsapothekerin Sonja Wunder von der AOK Bayern. Das Risiko einer Thrombose sei, absolut gesehen, immer noch sehr gering: "Nur Frauen unter 30, die erstmalig hormonell verhüten, darf der Arzt keine Pille mit Desogestrel oder Gestoden verschreiben", so Sonja Wunder. Dies hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte festgelegt. Die Frau sollte auch den Arzt auf verwandtschaftliche Vorbelastungen im Bereich "Thrombosen" hinweisen, soweit solche Erkrankungen im Familienbereich bekannt sind. AOK Ingolstadt


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