Nach Anfällen des Patienten kann die traditionelle Medizin für die psychische Rehabilitation nicht viel tun. Nach der akuten Phase beruhigt sie die Kranken mit Medikamenten und Psychotherapie. Aber die Möglichkeiten der traditionellen Medizin reichen oft nicht aus. Das Selbstvertrauen aufzubauen ist nicht leicht. Die Kranken brauchen jemanden, der sich ständig um sie kümmert. Aber Selbstvertrauen baut sich auch dadurch auf, dass die Kranken das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Die Medizin kann nicht alles und kann auch nicht immer den Kranken begleiten. Tiere sind hingegen immer mit den Patienten zusammen. Patienten können sie fühlen, riechen, streicheln, trösten, mit ihnen schmusen sprechen usw.
Tiere gehen mit den Menschen viel natürlicher um als Menschen miteinander. Die Tiere akzeptieren die Menschen so wie sie sind. Mit Tieren zusammen werden die Menschen sich nicht beleidigt fühlen, weil die Tiere sich keine Urteile bilden. Der Umgang in Freiwilligkeit und Selbstbestimmung ist für den Menschen wichtig. Er bezieht sich auf das Sicherheitsgefühl und beseitigt Ängste. Denn vielen Patienten fehlen besonders diese ungehemmten Beziehungen. Die Wege zur Rehabilitation sind lang und schwer. In dieser Hinsicht können Tiere den Menschen sehr helfen. Das Dasein des Tieres ist für die Patienten konkret fassbar. Durch Riechen, Streicheln, durch Zuwendung mit Hilfe der Köpersprache lenken die Tiere die Patienten von ihrer eigenen, verschlossenen Welt ab.
Die Frage ist : Was aber führt zu einer positiven Einstellung der
Menschen zu den Tieren? Welche Gefühle haben die Kranken tatsächlich?
Auf Grund der Krankheit können psychisch behinderte Kinder, schwer
psychisch Kranke und autistisch Kranke, nicht klar sagen, wie sie sich
beim Umgang mit den Tieren oder Haustieren fühlen. Aber die positiven
Fälle aus der Praxis können nicht übersehen werden. Deshalb
ist die Meinung der Patienten sehr wichtig. Das ist auch
der Grund, warum ich das Interview mit den ambulanten psychischen Patienten führte. Ich hoffe, dass die Mediziner durch die Aussagen der Patienten mehr über die Mensch-Tier-Beziehungen und deren Interaktionen erfahren und diese bei der weiteren Behandlung berücksichtigen können.
a. allgemein
1. 50% haben zu Hause Tiere, entsprechend haben 50% keine Tiere zu
Hause.
2. 88% haben oder hatten früher zu Hause Tiere.
b. ohne Tiere
1. 12 % aller Befragten, die zur Zeit keine Tiere halten, haben zu
Hause nie Tiere gehabt.
2. 76% der Patienten, die zur Zeit keine Tiere halten, hatten früher
zu Hause Tiere.
c. mit Tieren
1. 36% der Tierhalter haben zu Hause Hunde.
2. 48% der Tierhalter haben zu Hause Katzen.
3. 12% der Tierhalter haben zu Hause Vögel.
4. 28% der Tierhalter halten zu Hause andere Tiere.
5. 100% der Vögelhalter halten zu Hause auch noch weitere Tiere.
6. Von den Tierhaltern, die zu Hause eine zweite Tierart haben, halten
50%
Hunde und 75% Katzen.
7. 28 % der Tierhalter, die zur Zeit Tiere halten, hatten auch schon
früher Tiere
8. 11.1% der Hundehalter hatten früher auch schon zu Hause Hunde.
22.2 % der Hundehalter hatten früher auch schon zu Hause Hunde
/ Tier.
8.3% der Katzenhalter hatten früher auch schon zu Hause Katzen.
33.3 % der Katzenhalter hatten früher auch shcon zu Hause Katzen
/ Tier.
d. Verteilung der Befragten in Gruppen nach Altersstufen:
1. 20-39 - jährige 30%, 40-59 -jährige 48%, 60 -jährige
und darüber 22%
2. 27.3% der über 60 -jährigen haben momentan zu Hause Tiere
3. 63.7% der über 60 -jährigen hatten früher zu Hause
Tiere.
2. Von den Befragten, die momentan Tiere zu Hause halten, haben alle gerne Tiere um sich.
3. a. Personen, die zur Zeit zu Hause keine Tiere haben:
72% von ihnen haben gerne Tiere um sich,
12% wissen es nicht,
16% haben nicht besonders gerne Tiere um sich und
0% haben nicht gerne Tiere um sich.
b. Personen, die nie zu Hause Tiere gehabt haben:
33.3% haben gerne Tiere um sich,
16.7% wissen es nicht,
50% haben nicht besonders gerne Tiere um sich und
0% haben nicht gerne Tiere um sich.
Wörtliche Aussagen der Patienten:
* "gefällt mir einfach"
* "gefühlsmässig"
* "Sie sind natürlich, treu zu Menschen."
/Diese Person mag nur die Tiere, die nicht in einem Käfig
leben./
* "Sie merken das, wenn's mir nicht gut geht."
* "Tiere können die Menschen beruhigen".
* "Wenn ich körperkrank war und die Tiere dabei waren, wurde ich
von den Tieren angekuschelt. Man fühlt sich wohl"
/Zitat eines Katzenbesitzers/
* "...macht Verantwortungen, sie sind lieb, sie können Gefühle
austauschen, sie sind Familienmitglied"
* "Hobby, Zeit vertreiben, mehr Beschäftigung "
/Zitat eines Hasenbesitzers/
* " mit Katzen kann man kuscheln. "
* "Der Hund freut sich, wenn man kommt. Es führt mich raus, drängen
mich raus.
Es ist positiv. Es bringt doch etwas, wenn ich gehen muss."
Wörtliche Aussagen von Patienten, die 4-5 mal stationär aufgenommen
worden
waren:
* "Sie machen uns Bewegung, Liebe, sind für mich wichtig."
* "Die Nähe des Tieres, fühlt man sich nicht allein "
"Versorgung ist eine sinnvolle Aufgabe."
* Für die "Fürsorge für ein Tier bekommt man die Zuwendung
von
Seiten der Tiere"
* "Zutraulichkeit, sie haben mehr Verständnis für Menschen
als
Menschen selbst"
"Gespräche mit Tieren"
(2) Erklärungsversuche der Patienten, die früher Tiere zu
Hause hatten:
* " Nuetzlich " /die Frau eines Jägers/
* " Sie können mir Ablenkung bringen, Freude, Spaß "
* " aufheitern "
* " Sie sind treu, zärtlich. "
* " Sie sind zum Liebhaben. "
* " Bezug gerne zu einem Lebewesen "
* " Sie sind Familienmitglied "
* " Unterhalten, streicheln, schmusen können, Anhänglichkeit
"
* " Man fühlt sich sehr glücklich, z.B. bei der Pflege und
dem Umgang
mit Hasen "
* " Sie können mich trösten. Sie beruhigen mich "
* " Man hat das Gefühl, dass jemand da ist. "
* " Man freut sich, Zuwendung zu bekommen. "
* " Ich habe Freude an der Pflege. "
* " Anschmiegsamkeit " /Katzenbesitzer/
* " Spiel mit Hamster, in die Hand nehmen, anschauen, es ist schön."
(3) Die Meinungen der Patienten, die zu Hause nie Tiere hatten
Zusammenfassend kann man sagen:
Sie haben Angst vor Hunden, aber z.B. vor Hasen oder
Meerschweinchen haben sie keine Angst. Tiere sind sehr treu.
Wörtliche Aussagen der Patienten:
* " keine besondere Meinung "
* " mag keine Haare von Tieren "
a. 24% aller Befragten erwarten, das Tiere für sie Gesprächspartner
sein können.
Von diesen 24% haben 66.7% momentan zu Hause ein Tier, die Anderen
hatten
früher Tiere.
b. 58% aller Befragten erwarten, dass Tiere für sie Freunde sein
können.
Von diesen 58 % haben 48.3% momentan ein Tier zu Hause, 44. 8% hatten
Tiere, 6.9% haben nie Tiere zu Hause gehabt.
c. 40% aller Befragten erwarten, dass Tiere für sie Spielpartner
sein können.
Von diesen 40 % haben 55% zu Hause ein Tier, 40% hatten früher
zu Hause
Tiere, 5% haben nie Tiere gehabt.
d. 18% aller Befragten erwarten, dass Tiere für sie Beschützer
sein können.
Von diesen 18% haben 55.6% zu Hause Tiere, die anderen hatten früher
Tiere.
e. 62% aller Befragten erwarten, dass sie sich zusammen mit Tieren
nicht
allein fühlen.
Von diesen 62% haben 64.5% zu Hause Tiere, 29.0% hatten früher
Tiere.
6.5% haben nie Tiere gehabt.
f. 12% aller Befragten erwarten aus anderen Gründen positive Wirkungen.
Mögliche andere Gründe sind:
"Tiere können die Gedanken von einem Problem ablenken."
"Durch Tiere kann man Kontakt aufnehmen und andere Leute kennenlernen."
"Sie bringen mir Liebe"
Von diesen Kranken halten
a. 75% ein Tier, damit sie sich nicht allein fühlen,
25% ein Tier als Spielpartner,
25% als Freund.
b. 50% den Einfluss eines Tieres für positiv, wenn sie sich
nicht wohl fühlen.
(Mehrfachnennung war möglich)
Von diesen Kranken halten
a. 73.3% ein Tier für einen Freund,
66.7% ein Tier, damit sie sich nicht allein fühlen,
60.0% ein Tier für einen Spielpartner,
33.3% für einen Gesprächspartner,
26.7% für einen Beschützer,
6.7% für etwas anderes.
b. 80% von diesen Kranken halten den Einfluss eines Tieres für
positiv, wenn
sie sich nicht wohl fühlen.
Diese Krankten halten
a. 52.2% ein Tier, damit sie sich nicht allein fühlen,
47.8% ein Tier für einen Freund,
39.1% für einen Spielpartner,
21.7% für einen Gesprächspartner,
17.4 % für etwas anderes,
13.0% für einen Beschützer.
b. 87.0% von diesen Kranken halten den Einfluss eines Tieres für
positiv, wenn
sie sich nicht wohl fühlen.
a. 63.6% der über 60 Jahre alten Befragten fanden, dass ein Tier
wenn sie sich
nicht wohl fühlen einen positiven Einfluss auf sie ausübt.
18.2% halten den Einfluss auf sie für negativ.
9% glauben an keinen Einfluss und 9% wissen es nicht.
b. 81.8% der über 60- jährigen sind der Meinungen, dass es
ihnen
viel oder sehr viel bringt. 18.2% der über 60 -jährigen meinen,
dass es ihnen weniger oder sehr viel weniger bringt.
c. 72.7% der alten Leute halten ein Tier für einen Freund
63.6% der alten Leute halten ein Tier, damit sie sich nicht allein
fühlen.
36.4% der alten Leute halten ein Tier für einen Gesprächspartner
36.4% der alten Leute halten ein Tier für einen Beschützer
27. 3% der alten Leute halten ein Tier für einen Spielpartner.
c. Von diesen 16% aller Befragten, die nicht an einen positiven Einfluss
glauben, sind 50% über 60 Jahre alt, 25% 40-59 Jahre alt und
25% 20-39 Jahre alt.
Vorwiegend die alten Patienten glauben nicht an den positiven Einfluß
eines
Tieres auf sie. Von diesen 16% aller Befragten haben 25 % Störungen
der
Schilddrüse.
d. 4% aller Befragten halten den Einfluss eines Tieres für negativ,
wenn
sie sich nicht wohl fühlen. Sie sind alle über 60 Jahre alt.
Im Allgemeinen haben Menschen Tiere sehr lieb. 84% finden, dass Tiere
viel oder sehr viel für sie bringen. Man kann sagen: In unserer
Gesellschaft bringt
ein Tier positive Leistungen.
In der letzten Zeit wurde bekannt, dass schon die Anwesenheit eines
Tieres
die Leute beruhigen kann. Dies zeigt sich z.B. durch Senkung des Blutdrucks,
durch häufigeres Lächeln und entspannteres Verhalten [1].
Die Umfrage zeigt, dass Tiere für die Patienten sinnvolle soziale
Unterstützung bieten. Weiter zeigt die Umfrage, dass die Patienten
der Ansicht sind, dass die Funktionen von Tieren nicht durch die traditionelle
Medizin ersetzt werden kann.
In dieser Untersuchung wird Folgendes diskutiert:
1. Die Kontakte des Tieres sind natürlich und ungekünstelt,
die Tiere leben in der
Gegenwart. Sie verlangen von den Patienten nichts und erwarten von
den
Patienten nichts. Die Patienten werden zu nichts gezwungen. Trotzdem
bringt
das Tier dem Menschen warme, nette und schöne Gefühle entgegen.
Egal, ob ein
Patient den Kontakt zu einem Tier aufnehmen möchte oder nicht,
er wird nicht
verletzt, belästigt, kritisiert oder getadelt und es wird von
den Tieren keine
Beschwerde geführt. Die Interaktionen der Patienten sind freiwillig.
Dadurch ist
die Stimmung sehr fröhlich und die Atmosphäre zwischen den
Partnern
gemütlich.
So eine Möglichkeit zur Therapie gibt es bei menschlichen Interaktionen
nicht.
Eine Therapie direkt durch einen Menschen kann nicht so gut funktionieren,
weil die Menschen viele Hemmungen haben. Sie verhalten sich nicht frei
von
ihnen und berücksichtigen in ihren Interaktionen, welches Image
sie bei den
anderen haben. Durch die Zivilisierung haben die Menschen fast keine
Möglichkeit, sich wirklich frei zu entscheiden und sich frei zu
bewegen. Mit
Menschen auf natürliche, faire und gleichberechtigte Weise umzugehen
ist fast
nicht möglich.
2. Das Vertrauen zwischen Menschen und Tieren hilft den psychisch Behinderten
sehr.Dadurch kann ein Tier als Hilfsmittel in einer Therapie eingesetzt
werden.
Viele Kinder bekommen oft psychische Probleme, weil sie sich vor den
Erwachsenen fürchten. Wenn ein Kind eine psychische Therapie benötigt,
sucht der Therapeut eine vertrauensvolle Beziehung zwischen sich und dem
Kind herzustellen. Da Tiere wie eine Brücke zwischen den behinderten
Kindern und dem Therapeuten wirken [2], helfen die Tiere fast allen Kindern.
Mögliche Erklärungen:
Tiere spielen eine große Rolle für die Entwicklung der Menschen.
Insbesondere kommunizieren Kinder, die noch nicht die Sprache entwickelt
haben und
beherrschen, anders als Erwachsene. Kinder leben mit ihrem tierischen
Erbe. Der Anfang der Entwicklung des Menschen ist mit denen der Tiere gleich.
Ein Tier ist deswegen für ein Kind eher ein gleichwertiger "Mitmensch"
als die Erwachsenen.
Deshalb kann durch ein Tier das Vertrauen eines Kindes leichter aufgebaut
werden.
Dies ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Bevor das
Kind die Sprache ganz entwickelt und beherrscht, gibt es eine Phase, die
zeigt, dass Menschen und Tiere vergleichbare Charaktereigenschaften haben.
[ I. E. T. Kurs "Entwicklungspsychologie- Das Kind im Vorschulalter " von
Dr. phil. Elisabeth Frick Tanner Psychotherapeutin VOPT/ SPV Graphologin
und Dr. med Robert Tanner-Frick Spezialarzt FMH, Kinder-& Jungendpsychiatrie
& - Psychotherapie, Psychiatrie & Psychotherapie ] " Seinem Weltbild
gemäß erlebt das Kind die Tiere. Es fühlt sich mit seiner
Umwelt verschmolzen und lebt in einer participation mystique (Levy -Bruhl,
C.G.Jung ;Verbundenheit) mit allem Belebten. Das sich bewegende Tier, seine
Wildheit und sein triebhaftes, oft ungesteuertes Verhalten entsprechen
eigenem Empfinden, Fühlen und Verhalten. Die meisten Kinder sind fasziniert
von Tieren und fühlen sich ihnen sehr nahe. Die Tiere als Teil der
Natur und Ursprünglichkeit verkörpern für die Kinder eigene
Aspekte ihrer kindlichen Seele. " Die Intimität der Kontakte und die
persönlichen Beziehungen zu Tieren können die traditionelle Medizin
auch mit mechanischen Geräten oder die Sprachtherapie nicht ersetzen.
3. Ein Tier kann die Wahrnehmung der Realität verstärken [3].
Es hat nicht nur die Funktion der Begleitung, sondern auch selber die
Funktion
einer Therapie.Viele psychisch kranke Patienten haben lang nicht mehr
die
Realität sehen können. Ihr Vertrauen zu anderen Menschen
ist seit langer Zeit zerstört. In ihrer eigenen Welt lebend, schließen
sie sich völlig gegen andere Menschen ab. Ihre Mitmenschen wissen
nicht, wie diese Krise begann, wie sie in den Wahnsinn verfielen. Dieses
verlorene Vertrauen neu zu gewinnen ist sehr schwer, trotzdem aber sehr
wichtig.
Reagieren die Patienten auf die Tiere, so zieht es sie durch die Verbindung
zum Tier zur normalen Welt zurück. Die Praxis zeigt: Die katatonische
Schizophrenie, die normalerweise gar nicht auf die äußere Welt
reagiert, reagierte auf der Station zum Beispiel auf einen besuchenden
Hund. "Wenn der Hund in den Zwinger zurückgebracht wurde, stand sie
von ihrem Stuhl auf und wollte ihm folgen. Eines Tages ging sie mit ihm
im Klinikflur auf und ab und fing an, ihn zu streicheln..."[4].
Auch die anderen schizophrenen Patienten antworteten mehr und flüßiger
zum Thema Hund. " Der Psychiater bewertetet Sonnys ersten Kontakt zu dem
Hund als den ' Wendepunkt ' in seiner Krankheitsgeschichte "[5]. Diese
sehr erfreulichen
Veränderungen können nicht übersehen werden. Dies zeigt,
dass diese Tiere unersetzliche Funktionen haben. Die Tiere übertreffen
in diesem Punkt in ihrer positiven Wirkung die traditionelle Medizin. Es
besteht eine starke Beziehung zwischen dem Sicherheitsgefühl des Menschen
und dem Vertrauen. Vertrauen kann durch Berühren, Streicheln, Riechen
und Umarmen gewonnen werden.Zur Entwicklung des Vertrauens ist dies sehr
wichtig. Es bezieht sich stark auf das Sicherheitsgefühl des Menschen.
" Die Menschen brauchen Wärme, Zuneigung und Körperkontakt. Studien
haben gezeigt, dass Säuglinge sterben, wenn sie nicht regelmäßig
in den Arm genommen werden. Auch Erwachsene brauchen körperliche Zuwendung..."[6].
Der Menschen hat auch als Erwachsener das Bedürfnis gestreichelt zu
werden, und zu streicheln. Oft aber erlauben die gesellschaftlichen Normen
dieses Streicheln nicht. Denn es wird oft als sexuelle Äußerung
gedeutet. Das ist allerdings nicht immer richtig. Die Bedürfnisse
der Hautberührung und des Streichelns können auch durch das Streicheln
von Tieren befriedigt werden.[7] Ein Tier zu streicheln widerspricht nicht
den moralischen Vorstellungen, ist also ohne Verletzungen moralischer Regeln
durchführbar. Dies wärmt innerlich und beruhigt die Menschen.
Den Aufbau des Selbstvertrauens und des Vertrauens in ihre Umwelt können
die Patienten mit Hilfe von Tieren auf natürliche Weise erlangen.
Dabei sammeln die Menschen positive Erfahrungen. Diese Erfahrungen spielen
in der Therapie eine entscheidende Rolle. Es ist deshalb kein Wunder, dass
in der Psychiatrie Tiere als Therapie anerkannt werden.
4. Es ist sinnvoll, Erfahrungen mit Tieren zu sammeln. Ein Tier kann
uns noch besser helfen, wenn wir bereits positive Erfahrungen mit Tieren
hatten.
"Wer als Kind mit einem Tier aufwuchs, profitiert auch als Erwachsener,
vor allem als älterer Mensch von der heilsamen Wirkung der Tier. Wer
als Kind niemals Kontakt zu einem Tier fand, dem bleibt es in der Regel
das ganze Leben lang fremd. Erwachsene Menschen müssen kein Heimtier
besitzen, um glücklich zu sein.... Die Menschen bestimmter Gruppierungen
- wie Drogensüchtige, Depressive, odor AIDS-Kranke als Beispiele -
Können vom Umgang mit Tieren profitieren, wenn sie früher diese
sozialen Beziehungen kennengelernt haben; eigentlich nur in diesem Fall,
hat es einen Sinn den gezielten Einsatz von Tieren als Co-Therapeuten zu
erwägen. ..."[ I.E.T. Kurse "Tiere als ko-Thrapeuten in der Psychiatrie"
seite 11.] Tierbesuchsprogramme können im Alltag durchgeführt
werden. Aber es sollte
darauf geachtet werden, wie die Menschen ihre Erfahrungen mit den Tieren
verarbeiten. Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass Tiere tatsächlich
auf die Menschen Einfluss haben. Nach der Umfrage beeinflussen Tiere die
Patienten zu 82% positiv und zu 4% negativ. Hier zeigen sich Tiere als
wichtiger Faktor der sozialen Unterstützung. Leider ist dies lange
Zeit in Vergessenheit geraten.[8] Die Sozialarbeiter können sich auf
Tierbesuche einstellen.