Bürgerinitative zur Kontrolle der GSBAufbau einer SondermüllverbrennungsanlageDer Sondermüll wird aufgrund seiner besonderen Giftigkeit in einem Drehrohrofen verbrannt, dies dient der besseren Durchmischung. Aber es wird dabei auch verhindert, daß die hochgiftigen und hochagressiven Substanzen längere Zeit an einem Punkt verweilen. Der Drehrohrofen ist innen verglast, da Stahl der Beanspruchung durch hochagressive Substanzen nicht lange standhalten und rasch durchrosten würde. In den Drehrohrofen gelangt über einen Greifer und einen Einfüllschacht der Sondermüll. Dazu kommen flüssige Zusätze mit sogenanntem heizwertreichen Sondermüll. Außerdem werden über einem Faßaufzug hochgiftige, verschlossen angelieferte, zusätzliche Sondermüllzugaben getätigt. Dies richtet sich danach, ob die Messung der Abluft Zugabe von weiteren giftigen Substanzen erlaubt oder nicht.
Durch ein umfangreiches Wäscheverfahren und Filterverfahren wird versucht die Schadstoffmenge in der Abluft zu vermindern, wobei diese Schadstoffe nicht vernichtet werden, sondern in den Filtern verbleiben und letztendlich deponiert werden müssen; d.h. wenn die Folien in der Deponie in Gallenbach reißen, kommen die Schadstoffe via Paar wieder in unsere Region.
Wegen Problemen bei Einhaltung der vorgeschriebenen Stickoxidkonzentrationen in der Abluft wird in Ebenhausen-Werk die Verbrennungstemperatur vermindert. Das heißt, ungenügende thermische Aufarbeitung von Dioxinen und Furanen. Da aber die Abluftkonzentrationen eingehalten werden, ist die Genehmigung zu dieser an sich "zweitbesten" Lösung erteilt worden. Die ungenügend "zerkleinerten" Gifte kommen dann in die Deponien. Der eigentliche Zweck der Verbrennung, nämlich der Vernichtung organischer Gifte, wird somit nicht erreicht. |