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| DONAUKURIER
INGOLSTADT Nr.
112, Samstag/Sonntag 16./17. Mai 2009 |
Nachwuchsförderung zählt
Ingolstädter Tennisvereine setzen nicht nur auf Ausländer
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Ingolstadt (ims)
Mit dem ersten Punktspiel beginnt am Sonntag die Tennissaison für die Bayern- und
Landesligamannschaften. Aus Ingolstadt sind wieder einige Teams des DRC und STC Rot-Weiß vertreten. Ebenso eine
Damenmannschaft der MBB SG Manching in der Bezirksliga.
Die Manchingerinnen haben in der höchsten Spielklasse des Bezirks Mittelfranken ihren Punktspielauftakt schon hinter
sich. Am vergangenen Wochenende besiegte die MBB zu Hause die SpVgg Jahn Forchheim 7:2. Bei den Aufsteigern überzeugten der
19-jährige Neuzugang Kerstin Kreis vom Regionalligisten MSC München (6:3, 6:2) und die erst 15-jährige Nicola Sturber, die
ihre 20 Jahre ältere Gegnerin Ariane Lukaschek 6:2, 6:2 abfertigte. Mit dem Sieg setzten die MBB-Damen den Grundstein, sich in
der Liga zu etablieren und beglichen nebenbei noch eine alte Rechnung: Vor zwei Jahren verlor die MBB nämlich in einem
Aufstiegsspiel gegen Forchheim knapp mit 4:5.
Die Damenmannschaft des DRC hat es sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, sich in ihrer Liga zu etablieren. Die letztjährigen
Bayernligadritten gehen kaum verändert mit vier ausländischen Spielerinnen an den Start. Hauptsächlich wird die Österreicherin
Marlene Reichel zum Einsatz kommen, jeweils mit einer der zwei Tschechinnen Vendula Peterikovä oder Kristyna Srämkovä.
„Wir spielen in einer relativ hohen Liga, da kann man ohne Spielerinnen von außerhalb nicht bestehen", erklärt
Abteilungsleiterin Gerda Hunger und zeigt die Philosophie des Vereins auf. „Wir brauchen diese Spielerinnen auch, um unseren
jungen Frauen die Chance zu geben, sich auf den hinteren Positionen zu beweisen." Beispielsweise Hungers 18-jährige Tochter
Nina oder das 16-jährige Nachwuchstalent Melissa Dirsch sollen davon profitieren.
Ähnliches gilt für das Herrenteam des DRC um Mannschaftsführer Bernd Strobel. Auch hier sollen Eigengewächse wie Andre
Dornhöfer (22) oder Sebastian Lerzer (25) gefördert werden. Obwohl die Ingolstädter mehr Ausländer einsetzen dürften, wird
voraussichtlich nur der Rumäne Toma Sorin Rus auf dem Platz stehen. „Es ist finanziell einfach nicht möglich, uns nochweiter
zu verstärken. Da fehlen uns schlichtweg die Sponsoren", erklärt Hunger. Die DRC-Herren haben ihr Saisonziel dennoch sehr hoch
gesteckt. Sie wollen nach zwei Jahren in der Landesliga wieder in die Bayernliga aufsteigen.
Die Herren des STC Rot-Weiß üben sich derweil im Tiefstapeln. Obwohl die Mannschaft um Spielführer Alexander Nikolic mit drei
Kroaten, einem Slowenen und einem Polen fünf Ausländer aufweist, ist ihr ausgegebenes Saisonziel 1 nur der Klassenerhalt.
„Wir möchten unsere Vereinsspieler fördern und setzen deshalb im Schnitt nur zwei Ausländer pro Spieltag ein, gegen
stärkere Gegner und im Abstiegskampf vielleicht auch mal mehr", erklärt Abteilungsleiter Norbert Wegmann.
Obwohl die rot-weißen Aufsteiger, wie auch der Ruderclub, in der Landesliga spielen, wird es kein Stadtderby in Ingolstadt
geben. Die Mannschaften wurden vom Bayerischen Tennis-Verband per Losverfahren in zwei verschiedene Gruppen aufgeteilt.
„Das hat mich auch gewundert. Ein Derby wäre schon toll gewesen. Da wären auf der Anlage auch mal mehr Zuschauer und bessere Atmosphäre", meint F
Atmosphäre", meint Wegmann.
Beim DRC hat man sich auch schon mit dem Thema befasst, wie Hunger erklärt: „Ein Derby wäre sicher nicht uninteressant
gewesen. Auf der anderen Seite könnte dann aber nur eine Ingolstädter Mannschaft in die
höhere Spielklasse aufsteigen."
So muss man sich in den beiden Lagern damit begnügen, dass es im Falle des Klassenerhalts
beider Mannschaften, vielleicht im nächsten Jahr ein Stadtderby im Tennis gibt. Die älteren Semester beider Vereine kommen
sich in den höheren Ligen nämlich auch nicht in die Quere. Beim DRC sind es die Herren 40 und Herren 50 in der Bayernliga,
beim STC Rot-Weiß die Damen 30 und Herren 30 in der Landesliga, sowie die Damen 50 in der Regionalliga. Höherklassig spielen
in der Region außerdem noch die Damen 40 des SV Stammharn und die Herren 30 des TSV Gaimersheim in der Landesliga.

Der Jüngste im DRC-Herrenteam: Andre Dornhöfer.
Foto: Rössle
A
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