Billard - Saison 2001/2002 Abschlußbericht | ![]() |
Billardabteilung kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblickenDie beiden Billard-Artistique-Sportler innerhalb der Billard-Abteilung des TSV Ingolstadt-Nord können auf eine der erfolgreichsten bisherigen Spielzeiten zurückblicken. Zahlreiche nationale und internationale Turniere haben sie im letzten Jahr besucht. Es begann im September mit einem Einladungsturnier im saarländischen St. Arnual. Die Gegend um Saarbrücken zählt seit Jahren zu einer der deutschen Hochburgen im Billard allgemein und speziell im Billard-Artistique. Nicht zuletzt, weil dort Pierre Ponsing lebt, der noch vor etwas mehr als zehn Jahren den Artistique-Sport in Bayern bekannt gemacht hat. Unter seiner Führung hat auch Bernd Singer seine ersten Gehversuche gemacht und es hat ihm sichtlich nicht geschadet. Das internationale Turnier in St. Arnual konnte der Mannheimer H.-W. Kohlmeier gewinnen. Knapp dahinter belegte Bernd Singer einen hervorragenden zweiten Platz. Mit etwas Abstand folgten dann der Amsterdamer Routinier Johan Luising auf Platz 3 und der Ingolstädter Franz Heigl auf Rang 4. Die offizielle Saison begann im Oktober letzten Jahres mit einem Highlight für den TSV. Von 05. – 07.10. wurde zum wiederholten Male ein German Grand Prix – Turnier zur Ranglistenermittlung der Deutschen Billard-Union ausgerichtet. Das Besondere daran: Gleichzeitig feierte die Turnierserie ihren 10. Geburtstag. Dies wurde mit einem großen Festabend mit Live-Band im Saal der TSV-Gaststätte gefeiert. Zur Krönung des Ganzen konnte Bernd Singer dann auch noch den Turniersieg erringen und sich damit wieder an die Tabellenspitze der Deutschen Rangliste setzen. Der zweite Ingolstädter Vertreter, Franz Heigl, erreichte nur einen für ihn enttäuschenden 11. Platz. Mitte Dezember folgte dann in Bottrop die Deutsche Meisterschaft. Dieses Turnier wurde erstmals wieder über das sog. Programm gespielt. Das heißt, alle Teilnehmer spielten alle 68 Figuren des offiziellen Deutschen Figurenprogramms. Gewertet werden die gelösten Figuren, die je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedliche Wertigkeiten haben. Aus der Aufsummierung der erreichten Punkte ergeben sich dann die Platzierungen. Bei diesem Turnier erlebte Franz Heigl seine Sternstunde. Lag er noch 10 Figuren vor Ende auf dem vierten Platz, so konnte er durch acht gelöste Figuren in Folge bis auf den zweiten Rang vorrücken und wurde Deutscher Vizemeister. Bernd Singer blieb deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück und erreichte Rang 4. Der zweite Platz berechtigte Franz Heigl zur Teilnahme an den Weltmeisterschaften Billard-Artistique im französischen Faches-Thumesnil. Ende Januar stand dann wieder ein Einladungsturnier in den Niederlanden auf dem Programm. In Hattem findet jährlich ein internationales Turnier im Bep-van-der-Wal-Saal statt. Dieser wunderschöne Billardsaal wurde nach einem der besten niederländischen Artistique-Sportler benannt, der im Alter von 75 Jahren immer noch an diesem Event teilnimmt. Bernd Singer erreichte dort einen guten 5. Platz. Franz Heigl musste seiner Trainingspause seit Mitte Dezember mit einem 10. Platz Tribut zollen. Während der Osterfeiertage veranstaltete der international erfolgreiche und mehrfache österreichische Landesmeister Manfred Hekerle in Wien ein Einladungsturnier, das für die beiden Ingolstädter zu einem Novum werden sollte. Das erste Mal bestritten Sie einen Wettkampf mit Kunststoff-Billardbällen. Bernd Singer kam hervorragend mit dem ungewohnten Material zurecht und gewann das Turnier mit deutlichem Abstand vor dem „alten Hasen“ Robert Immervoll der damit ein großartiges Comeback nach fast einem Jahrzehnt Turnierpause feierte. Schon etwas abgeschlagen erreichte Franz Heigl den dritten Platz. Nur drei Wochen danach hieß es dann für Franz Heigl anzutreten bei der Weltmeisterschaft Billard-Artistique in Fâches-Thumesnil, F. Trotz bester Unterstützung durch den mitgereisten Bernd Singer konnte er seine Trainingsleistungen nicht umsetzen und schied etwas unglücklich in der Vorrunde aus. In allen drei Partien hatte er jeweils einen Satz gewonnen und auch jedes Mal die Möglichkeit mit 2 zu 1 Sätzen zu gewinnen. Besser lief es da schon für die beiden anderen Deutschen Teilnehmer. Jan Osterloh erreichte die Hauptrunde und konnte sich einen 9. Platz erkämpfen. Der gesetzte amtierende Europameister Thomas Ahrens wurde erst im Finale vom Mexikaner Roberto Rojas gestoppt. Den Saisonabschluß für die Billard-Artisten bildete, wie bereits in den beiden Jahren zuvor, der 2-Länder-Cup der Nationalmannschaften Deutschlands und der Niederlande. Bernd Singer konnte aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen und auch der Hamburger ehem. Deutsche Meister Jan Osterloh fehlte. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass zum ersten Mal die Vertreter des niederländischen Billardbundes den Wanderpokal aus Wiesloch entführen konnten. Bester Einzelspieler des Turnieres war Thomas Ahrens. Franz Heigl wurde als zweitbester Deutscher Vierter des Einzelklassements. Demnächst endet die Sommerpause und das Training für das erste Turnier Anfang September im niederländischen Daarlerveen beginnt. Anschließend starten dann wieder die nationale Grand-Prix-Serie mit einem Turnier Mitte September in Spiesen-Elverberg bei Saarbrücken und Mitte Oktober in Gelsenkirchen. Die weiteren Veranstaltungen sind derzeit noch offen. Sicherlich werden sicher auch in dieser Saison beide Ingolstädter für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Und die für nächstes Jahr in Aussicht gestellte Europameisterschaft in Frankreich wird das ihre dazu tun, die Leistungen zu beflügeln. Die erste Dreiband-Mannschaft, in der Aufstellung Peter Ehrhardt, Bodo Sonten, Bernd Singer und Klaus Ettl, konnte in der Dreiband-Bezirksliga Süd ungeschlagen, mit 6 Siegen und 2 Unentschieden, den Meistertitel holen und qualifizierte sich damit für die Aufstiegsspiele zur höchsten bayerischen Spielkasse, der Landesliga. Drei der vier zu einer Mannschaft gehörenden Spieler erzielten dabei herausragende Ergebnisse: Von den 8 zu spielenden Begegnungen gewann Bodo Sonten 6 bei einem Unentschieden und einer Niederlage, Bernd Singer ebenfalls 6 bei 2 Unentschieden und Klaus Ettl alle 8 zu spielenden Partien. Die zweite und dritte Mannschaft spielten in der Bezirksliga Ost und belegten dort den 3. bzw. 5. Platz. Ende Juni wurde in Regensburg das Aufstiegsturnier zur Landesliga ausgetragen. Für dieses Turnier qualifizieren sich die drei Bezirksligameister (Süd, Nord und Ost) sowie der Vorletzte aus der Landesliga. Hinter dem Favoriten Creidlitz-Coburg (Nord) und vor dem mitfavoritisierten BSVMünchen (Vorletzter der Landesliga) und Plattling (Ost) konnten die Dreibandler des TSV-Nord den 2. Platz erspielen. Damit wurde das seit zwei Jahren angestrebte Ziel, Aufstieg in die Landesliga, erreicht. Bei der Deutschen Pokalmannschaftsmeisterschaft (DPMM) überstand die erste Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte die 1. Runde. In der 2. Runde der DPMM fiel das Los auf den in der ersten Bundesliga spielenden BSV Velbert. Die Begegnung, in der der TSV-Nord als krasser Außenseiter antrat, fand am Samstag, 31.08.2002 um 15 Uhr im Billardsaal des TSV-Nord statt. Die Begegnung endete erwartungsgemäß mit 0:8 für den Bundesligisten. | |