Billard - Spielarten

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Alle Billard-Spielarten und Disziplinen haben gemeinsam, dass der weiße Ball (bei Karambol seit einiger Zeit auch gelb möglich) der Spielball ist. Das ist der Ball, den der Sportler mit dem Queue in Bewegung setzt, um die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Auch haben alle Disziplinen gemeinsam, dass jeweils der Gegner zum Spiel kommt, wenn der in Aktion befindliche Sportler einen Regelfehler begeht.

Freie Partie
Die Disziplin wird auf vorgegebene Distanz (je nach Leistungsklasse) gespielt. Grundlage ist, mit dem Spielball die beiden anderen Bälle immer wieder zu treffen und diese zum Serienerfolg in günstige Positionen zu bringen.

Cadre
Zur Erschwernis wird das Billard in Felder eingeteilt. Je nach Disziplin darf der Sportler in einem Feld nur eine/zwei Karambolage/n (Treffer der beiden anderen Bälle) ausführen. Nach entsprechender Ausführung muss mindestens einer der angespielten Bälle das Feld verlassen. Er darf jedoch nach Verlassen wieder ins Feld zurücklaufen. Auch hier liegt die Kunst im Stellungsspiel der anzuspielenden Bälle für weitere Karambolagen. Cadre ist auch ein Serienspiel auf unterschiedliche den Leistungsklassen angepasste Distanzen.

Einband
Ebenfalls ein Serienspiel auf Distanz mit erschwerten Bedingungen. Bevor der Spielball den zweiten anzuspielenden Ball berührt, muss er mindestens einmal Bandenkontakt gehabt haben. Wann der Bandenkontakt stattfindet, ist unerheblich. Es sind also auch Vorbänder möglich.

Dreiband
Gleiches Grundprinzip wie Einband, allerdings wesentlich schwieriger, da hier drei Bandenkontakte erforderlich sind. Serien von 10 sind schon Weltklasse. Im Einband dagegen gehören Serien von über 100 zur Tagesordnung einer internationalen Meisterschaft.

Artistique
Hier hat der Sportler vorgegebene Figuren nach den Grundregeln des Billardsports zu lösen. Er hat für jede Figur maximal 3 Versuche: je nach Schwierigkeitsgrad werden die Figuren mit unterschiedlichen Koeffizienten bewertet.

Kegel
Hier werden 5 Kegel in der Billardmitte aufgebaut. Neben üblichen Karambolagen müssen auch die Kegel nach bestimmten Regeln durch Balldurchlauf (indirekt) zu Fall gebracht werden. Je nach Anzahl werden diese besonders bewertet.

(entnommen von "www.noebillard.at")