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Ich hatte wochenlang eine dicke, flockige Schicht von Algen auf der Wasseroberfläche meines Beckens. Die Schicht sah nicht aus wie die mir bekannte übliche Kahmhaut, d.h. schimmernd und gleichmäßig dicht verteilt. Vielmehr schien es, als wäre Blütenstaub auf's Wasser gefallen. Überall gab es winzig kleine flockige Gebilde, die anscheinend nicht miteinander verbunden waren. Häufiger Wasserwechsel und niedrige (bis keine) Konzentration von NO3 und PO4 ließen nicht auf Einfluß dieser Komponenten schließen. Der Anschluß eines UV-Gerätes in den Wasserkreislauf brachte ebenfalls keinen Erfolg. Als ich einen Oberflächenabsauger und einen zusätzlichen mechanischen Filter in den UV-Kreislauf einbaute, war die Schicht innerhalb von 1,5 Stunden total verschwunden. Sie ist bis jetzt, 5 Tage später, auch nicht wieder aufgetaucht.
Es bot sich die Gelegenheit, von den Algen mikroskopische Aufnahmen machen zu lassen. Die Bilder wurden einmal mit einem Lichtmikroskop und das andere Mal mit einem Raster-Elektronenmikroskop gemacht. Beide Bildtypen werden hier gezeigt in der Hoffnung, das der Eine oder der Andere die Gebilde identifizieren kann. Antworten werden erbeten an
(Adresse aus Spamschutzgründen nicht anklickbar, bitte abschreiben, danke.)
Erklärungen bei den Bildern.

Die beiden roten Schenkel geben den Maßstab an, eine Schenkellänge entspricht 100 Mümeter. Die gelben und rötlichen Farbtöne sind mikroskopseitig bedingt, die Farbe der "Objekte" ist mehr grünlich.

Die beiden roten Schenkel geben den Maßstab an, eine Schenkellänge entspricht 10 Mümeter. Die grünen Farbtöne der "Objekte" sind echt. Saugt man sie mit Küchenpapier ab, färbt sich das Papier grünlich.

Der grüne Maßstabsstrich entspricht in seiner Länge 10 Mümeter.

Der grüne Maßstabsstrich entspricht in seiner Länge 2 Mümeter. Die stäbchenförmige Alge (?) quer im Bild bildet in ihrer Mitte eine Verdickung. Wahrscheinliche Ursache ist eine im Vakuum des Raster-Elektronenmikroskops geplatzte Zelle.