All dies bestätigt die Anschauung, dass Quellen einer göttlichen Fürsorge für die Menschen entspringen.
Bekräftigt wird dies auch im Koran durch die Gnade, welche den Menschen bei der Geburt des Propheten Jesus zuteil wird:
(Koran 19,23-25: Und es überkamen sie (Maria) die Wehen an dem Stamm einer Palme. ...
Und es rief jemand (Jesus) unter ihr: "Bekümmere dich nicht; dein Herr hat unter dir ein Bächlein fließen lassen;
Und schüttele nur den Stamm des Palmbaums zu dir, so werden frische reife Datteln auf dich fallen.)
Vergleichbar der körperlichen Nahrung - Wasser und Datteln -, wird Maria - und damit auch allen Menschen - durch Allah und seinen Propheten geistige, religiöse "Nahrung" zuteil.
Das erste Buch Mose (Genesis) (unrevidierte Elberfelder Übersetzung, 1905)
Dieser bereits antik versiegte Brunnen wurde vom Großvater Mohammeds wieder ergraben und diente zum Tränken der Besucher der Ka´ba, des größten Heiligtums des Islam.
Jeder Mekka-Pilger nimmt ein kleines Fläschchen vom Wasser dieses Brunnens Zam-Zam (oder Zem-Zem) mit sich, ebenso, wie dieses die Christen bei vielen Wallfahrtsorten ebenfalls tun.
(Koran, 14,38)Und (gedenke,) da Abraham sprach: "Mein Herr, mache dieses Land sicher und wende mich und meine Kinder von der Anbetung der Götzen ab. ...
(14,40)Unser Herr, siehe, ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft in einem unfruchtbaren Tal bei deinem heiligen Hause angesiedelt.
Unser Herr, mögen sie das Gebet inne halten! Und erfülle die Herzen der Menschen mit Liebe zu ihnen und versorge sie mit Früchten; vielleicht sind sie dir dankbar."
Das vierte Buch Mose (Numeri) (unrevidierte Elberfelder Übersetzung, 1905)
Diesem Beispiel von Moses sind viele sagenhafte Quellgründungen nachempfunden.
Um den Stein neben der Willibaldskapelle im Wald bei Attenfeld ranken sich verschiedene Sagen.
Zum einen soll sich der Hl. Willibald auf einer Wanderung dort mit seinem Esel am Wasser erquickt, zum anderen aber soll sein Pferd durch Hufschlag die Löcher im Stein - und damit eine nie versiegende Quelle - geschaffen haben.
In Hitzhofen soll der Hl. Willibald im Durst seinen Stab in die Erde gesteckt haben, wodurch dort eine kleine Quelle entsprang.
Daneben entstand später eine Kapelle.
Beide existieren heute nicht mehr, sie mussten dem Feuerwehrhaus weichen.
Erzählt nach Emmi Böck, Eichstätter Sagen.
Auch der Hl. Sola war auf einer Reise durstig. In Schernfeld bat er eine Bäuerin um Wasser.
Da sie dieses jedoch soeben vom Tal heraufgeholt hatte, verweigerte sie ihm den Trunk.
Daraufhin ging Sola mit seinem Esel nach Eberschwang (oder Eberswang) und erhielt dort zu Trinken.
Zum Dank steckte er seinen Stab in die Erde und es entsprang eine Quelle.
Wenn allerdings Schernfelder von dieser Quelle trinken, so versiegt sie.
Eine vergleichbare Geschichte wird von Altendorf (Solabrunnen) und Solnhofen erzählt.