- Die Höhle von Loch - bei Königstein in der Oberpfalz - stellt ein horizontal verlaufendes Spaltenhöhlensystem dar.
- Nach 90 m befindet sich ein tiefer Bodenspalt, darin Überreste von mindestens zehn Menschen: drei Erwachsene und sechs Kinder.
- In der Endkammer der 120 m langen mittleren Höhle, welche schwer zugänglich ist, Reste wohl eines Mannes; im Gang davor die eines Kindes oder Jugendlichen.
- "Bei den Skelettresten beider Grabungsstellen lagen verschiedene urnenfelderzeitliche Bronzegegenstände und Bernsteinperlen, die wohl zu der Tracht der Toten gehörten."
- Keine Keramik.
- "Auffällig ist die hohe Anzahl von Kindern bzw. Jugendlichen.
- Die Lage der Knochen in einer engen Bodenspalte und im entlegensten Winkel der Höhle ist sicher von einiger Bedeutung und spricht gegen die Annahme einer reinen Bestattungshöhle.
- Eher bietet sich ein Vergleich mit Befunden aus den sogenannten Opferschächten der Frankenalb an.
Dort hatte man Menschen und Sachopfer im Rahmen kultischer Handlungen einer wohl chtonischen Gottheit dargebracht."
- Leja, Ferdinand, Nürnberg.
- Das Archäologische Jahr in Bayern 1990, S. 50-52.
- Verkürzte Bearbeitung: Kurt Scheuerer
- Siehe auch:
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