- 24.04. und 11.05.2001,
- Ingolstadt
- Besichtigung
- der Ausgrabung
- Wagnerwirtsgasse
- ProArch,
- Historischer Verein Ingolstadt,
- Gesellschaft für Archologie in Bayern
- HER schrieb dazu im Ingolstädter DONAUKURIER, 19.04.2001:
- "Für Dr. Jan Weinig von der Grabungsfirma Pro Arch ist auf dem Areal nahe der Stadtmauer eine »sehr schöne komplette Abfolge von Gebäudephasen« zu erkennen, wie sie bisher nur selten in der Altstadt sichtbar war." ...
- Das Haus auf dem Grundstück Ecke Wagnerwirtsgasse/Anatomiestraße ist bereits auf dem Sandtner-Modell von 1572 zu erkennen.
- Aus den dazu gefundenen Grundmauern und Fußböden lässt sich ein dreischiffiger Aufbau - Außenmauern mit zwei tragenden Wänden im Inneren, Erschließung vermutlich von der Westseite - rekonstruieren.
- (Ansicht von Süden. Foto: Kurt Scheuerer)
- "Später, so Weinig, wurde der Bau offensichtlich abgerissen.
Auf den Mauerresten entstand ein neues Haus mit anderer Raumaufteilung ("zweischiffig").
- »Das Haus wird im 17./18. Jahrhundert kleiner, dabei findet eine Nutzungsänderung statt.«
- Während auf dem Sandtner-Modell ein Wohn- und Arbeitshaus zu sehen sei, erklärt Weinig, sei später bei den immer wieder veränderten Nachfolgebauten ein Stall hinzu gekommen.
- Bis ins 20. Jahrhundert hinein stand hier ein Stadel neben einem Wohnhaus." (HER)
- "Die Zeugnisse der früheren Nutzung seien bislang noch recht spärlich, so der Archäologe weiter.
Gefunden wurden zum Beispiel viele Zapfen von Rinderhörnern, was auf eine Verarbeitung von Hornmaterial deuten könne.
Aber das sei »noch nicht eindeutig« zu belegen." ...
- "Das Gelände an der Wagnerwirtsgasse sei ein »ziemlich feuchtes Loch«, da könnten sich im Boden auch Reste von hölzernen Pfosten erhalten haben, deren Ursprung genau zu datieren sei."
- DONAUKURIER, HER 19.04.2001
- Im weiteren Verlauf der Grabung zeigten sich Spuren eines früheren Gewässers.
Dies könnte vermuten lassen, dass die Schutter einst den Bogen Griesbadstraße-Schleifmühle etwas nach Westen weitergeführt hatte und dann nach Süden zur Donau geflossen war.
- Kurt Scheuerer, 2001
- Siehe auch:
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