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Münzverein Neumarkt:
Sonderprägung anlässlich des 350. Todestages
des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern

 
Medaille Maximilian I.

Sonderprägung anlässlich des 350. Todestages
des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern

Doppeltaler

Die Neue Vereinsmedaille wird in einer Schüsselprägung hergestellt.

Vorderseite:
Brustbild des Kurfürsten Maximilan im Harnisch (nach einem alten Stich) mit den Lebensdaten.
Die Umschrift oben lautet: KURFÜRST MAXIMILAN I. v. BAYERN, unten in kleiner Schrift: MÜNZVEREIN NEUMARKT/OPF. u. UMGEBUNG e. V.(als Herausgeber), sowie die Lebensdaten in fünf Zeilen:*17.04.1573 / +27.09.1651 / 350. / TODESTAG / 2001.

Rückseite:
Sie nimmt Bezug auf die letzte Doppeltalerprägung im Jahre 1626.
Sie zeigt die Reversseite des Doppelten Reichtalers verkleinert (Götz Nr. 180, Kull 335, Wittelsbach 970, Hahn 146), bekrönter Doppelkopfadler, neben den Fängen die geteilte Jahreszahl 16-26 mit der Umschrift: FERDINANDVS II ROMANORVM IMPERATOR, (Ferdinand II. römischer Kaiser) sowie die drei Zainhaken (Münzmeisterzeichen Hans Ziesler) gekreuzt, die Umschrift am äußeren Rand lautet: "LETZTER DOPPELTALER DER MÜNZSTÄTTE NEUMARKT 1626 / 375 JAHRE 2001".

Technische Daten der Medaille:
Durchmesser 40 mm,
40 g Feinsilber, Handpatiniert.
Preis: 85 DM oder 44 EURO (plus Porto und Versand).
Münzverein Neumarkt 9/2001

Alle eingehenden Bestellungen bis zum 31.12.2001 werden berücksichtigt.
Bestellungen an den 1. Vorsitzenden Münzverein Neumarkt, Andreas Meyer, Sebastianstraße 4, 92369 Sengenthal, Tel: 09181/6165 privat oder 09181/430-259 Firma.
E-mail: friedrichfischer@freenet.de

 


 

Neue Vereinsmedaille auf Kurfürst Maximilian I. von Bayern.
Münzverein Neumarkt erinnert an die letzte Doppeltalerprägung vor 375 Jahren.

Der "Münzverein Neumarkt/OPf u. Umgebung e. V." gibt anlässlich des 350. Todestages des Kurfürsten Maximilian I. v. Bayern (*17.04.1573 / +27.09.1651) seine 14. Vereinsmedaille heraus. Gleichzeitig erinnert der Münzverein auch an die letzte Doppeltalerprägung ( 1626 ) an der Münzstätte Neumarkt vor 375 Jahren unter Münzmeister Hans Ziesler.
Der Münzverein Neumarkt hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu heimatgeschichtlichen Ereignissen, oder Personen, die in unserer Region wichtig waren, eine Medaille prägen zu lassen.
Aus Anlass des 350 Todestages von Kurfürst Maximilian I. v. Bayern und auf die letzte Doppeltalerprägung in der Münzstätte Neumarkt werden zwei wichtige Ereignisse aufgegriffen, die sich auf der Medaille wiederspiegeln.

Nachdem am 8. November 1620, Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1610 bis 1621), König von Böhmen (1619 bis 1620 "Winterkönig") am Weissen Berg bei Prag von den Truppen der Katholischen Liga unter der Führung Herzog Maximilians von Bayern und seinem Feldherrn Tilly vernichtend geschlagen wurde, musste Friedrich V. fliehen, verlor seine pfälzische Kurwürde und wurde vom Kaiser geächtet. Die Rheinpfalz wurde von seinen Gegnern erobert, die Oberpfalz von bayerischen Truppen besetzt.
Herzog Maximilian bekam von Kaiser Ferdinand II. am 25. Februar 1623 die Pfälzische Kurwürde zugesprochen. Somit kam die Kur an die Bayerischen Wittelsbacher zurück. Gleichzeitig erhielt der Neue Kurfürst die Oberpfalz als kaiserliches Pfand zur Absicherung seiner Kriegskostenforderung. Nach mehrmaligem Glaubenswechsel zwischen lutherischem und calvinistischem Bekenntnis führte Kurfürst Maximilian I. die Katholische Glaubenslehre in der Oberpfalz ein.
Weiter war Kurfürst Maximilan I. v. Bayern ein kluger Staatsmann und ein umsichtiger Landesvater. Seine hervorragende staatliche und kulturelle Aufbauarbeit fand allerdings mit dem Dreißigjährigen Krieg ein jähes Ende.

Im Oktober 1621 kam der Münzmeister Hans Ziesler nach Neumarkt, mit der Absicht eine Münzstätte zu errichten und zu betreiben. Er stammte aus Molsheim bei Straßburg und war bereits als Münzmeister bei den Grafen von Solms, dem Bischof von Worms, den Grafen von Waldeck und bei Herzog Johann Ernst zu Sachsen-Eisenach tätig. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erhielt Ziesler am 20 Januar 1624 die Kurfürstliche Genehmigung in seiner bereits eingerichteten Münzstätte in Neumarkt zu Prägen.
Auf dem Probationstag zu Regensburg am 15. März 1626 wurden Oberfälzer Münzen, Halbbatzen, beanstandet, was Kurfürst Maximilian dazu veranlasste die Oberpfälzer Münzprägung am 24. März einzustellen und die Münzstätte in Neumarkt zu schließen.
Münzmeister Hans Ziesler wurde verhaftet, sein Hab und Gut eingezogen. Nach seiner Entlassung wurde sein erneutes Gesuch beim Kurfürsten, die Münzstätte in Neumarkt weiterzubetreiben, abgelehnt.
Somit bedeutete das Jahr 1626 das Ende für die Münzstätte Neumarkt. Hans Ziesler führte als Münzmeisterzeichen die drei Zainhaken teils nebeneinander, teils gekreuzt, die sonst in keiner Oberpfälzer Münzstätte nachweisbar sind. An Hans Ziesler erinnert heute in Neumarkt noch die "Zißlergasse".


Siehe auch:


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