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Kurt Scheuerer:
Mehrfachportraits auf römischen Münzen

 
Caius und Lucius
Ein Denar des Augustus von 2 v.Chr. zeigt Caius und Lucius,
die Söhne von Agrippa und Julia, welche zur Nachfolge bestimmt waren,
als symbolhaft lanzenhaltende Männer.
Diese Münzen wurden in großer Anzahl geprägt und zirkulierten sehr weit;
sie sollten den Entschluß des Augustus der römischen Welt verkünden.


Augustus mit Caius und Lucius
Idealisierte Portraits zeigt eine seltene griechische
Großbronze des Augustus (aus Hippo in Zeugitana,
ca. 13-2 v. Chr.), auf deren Vorderseite Augustus
im gleichen jugendlichen Alter wie Caius und Lucius auf
der Rückseite dargestellt ist.


Denar des Vespasianus
Die nächste Darstellung eines Kaisers auf der Münzenvorderseite
mit den beiden Caesaren auf der Rückseite findet sich auf einem
Denar des Vespasianus mit seinen Söhnen Titus und Domitianus
aus dem Jahr 70 n.Chr.


Am häufigsten finden sich Münzen mit Abbildungen der kaiserlichen Familie bei Septimius Severus (193-211) und seinen Söhnen Caracalla (198-217) und Geta (209-212); auf der Vorderseite ist der Kaiser abgebildet, auf der Rückseite wird zumeist die Aeternitas Imperi, die Fortdauer der Herrschaft, beschworen: der Denar RIC 250 mit den Büsten des Kaisers und seines ersten Sohnes Caracalla, 202-210 und der Denar RIC 251 mit den Büsten der beiden Söhne Caracalla und Geta, 201/210.

Aureus mit Julia Domna, Caracalla und Geta
Schließlich der Aureus von 201/202, welcher die Kaiserin
Julia Domna zwischen ihren beiden Söhne zeigt und mit der
Aufschrift Felicitas Saeculi das Glück des Zeitalters durch
die kaiserliche Familie garantieren möchte.

In nahezu gleicher Weise erscheinen diese drei Personen
auf einem Bleisiegel.

Weitere Bleisiegel mit ähnlicher Büstenanordnung sind auch von Trebonianus Gallus (251 n.Chr.) und Carus (283 n.Chr.) bekannt.


Siehe auch:


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