- 1996 fanden die bayerischen Archäologen bei Ingolstadt an der Donau ein Gefäß mit frühmittelbronzezeitlichen Beinspiralen aus Bronzeblech und dazu etwa 2800 Bernsteinperlen.
- Es waren meist kleine scheibenförmige und zylindrische Stücke, darunter über 400 Fragmente.
- Dazu kamen über 80 Perlen zwischen 1 und 4 cm Größe. Ein Einzelstück hatte 5 cm Durchmesser.
- Das Gefäß war am Rande eines morastigen Bachüberganges vergraben worden.
An eine bewusste Deponierung ist durchaus zu denken.
- Das Foto der zu einer Kette gefädelten größeren Perlen (rechts), sowie der einzelnen Perle (oben) wurde aus der Zeitschift Archäologie in Deutschland 3/1997 S. 26 entnommen.
- Das Geheimnis des Bernstein-Colliers
- Ausstellung 1998/1999 im Stadtmuseum Ingolstadt
- Katalog zur Ausstellung: ISBN 3-932113-27-6
- Bernstein erinnert an Freya, die Vanin, die Tränenreiche, wie sie gelegentlich auch genannt wird.
Sie hat um ihren Gatten "goldene" Tränen geweint.
Da Freya aus den skandinavischen Erzählungen bekannt ist, muss diese Erwähnung wohl aus dem Bereich rund um die Ostsee überliefert worden sein.
Man könnte daher bei dem Begriff "Gold" auch an Bernstein denken.
Dieser wird dort häufig gefunden, Gold selbst jedoch nicht.
- Brisingamen hieß ihr Halsschmuck, der ihr von Zwergen angefertigt worden war.
- In der antiken Sagenwelt waren es die Heliaden, die um ihren zu Tode gekommenen Bruder Phaethon Tränen aus Bernstein weinten.
- Kurt Scheuerer, 1999
- Siehe auch:
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