|
| VERSAMMLUNGSGRUNDLAGEN
|
Die Christen in Manching, Bahnhofstraße, versammeln sich nach folgenden
Grundsätzen:
|
|
| DIE VERSAMMLUNG/GEMEINDE JESU CHRISTI
|
|
Alle wiedergeborenen Christen zwischen Pfingsten (Apg 2) und der Entrückung
(1Thess 4,13) gehören zur Körperschaft der Gemeinde Jesu Christi
(=Gesamtgemeinde). Sie ist der Leib und die Braut Christi. Die Glieder der
universalen Gemeinde versammeln sich in örtlichen Versammlungen zum Gebet,
Brotbrechen und Unterweisung in der Lehre der Apostel. Die Ortsversammlung
unterseht keinem überörtlichen
Zusammenschluss oder Gemeinschaftsverband. Bei
der Wiederkunft Jesu Christi zur Aufnahme seiner Versammlung in den Himmel
(Entrückung), werden alle echt Gläubigen - unabhängig von deren
Gemeindezugehörigkeit - berücksichtigt werden. Wer als bekennender Christ trotz
Ermahnung in
bewusster Sünde oder Irrlehre verharrt, wird von der Versammlung
ausgeschlossen, bis er Buße getan hat. Das Ziel nach biblischem Vorbild (Mat
18, 1Kor 5) ist die Zurechtbringung des Betreffenden und der Schutz der übrigen
Geschwister. Bei den Zusammenkünften der Geschwister leiten die Brüder die
Veranstaltungen in Wort und Gebet- die Schwestern haben dabei nicht den
Auftrag, sich verbal am Gottesdienst zu beteiligen (dies schließt auch das
öffentliche Gebet, Zeugnis, Predigt, Liedvorschlag etc.) ein (1Kor 14;1Tim2).
Über das öffentliche Auftreten (z.B. Rock, Hose, Haarlänge, Schminke) werden
keine Vorschriften erlassen. Das Auftreten hat in seiner Gestaltung Provokation
und Anstoß anderer Geschwister zu vermeiden. In den Zusammenkünften soll Jesus
Christus der Gekreuzigte im Mittelpunkt stehen. Jeder Bruder, gegen dessen
Lehre und Wandel nichts vorliegt, darf und soll sich in Wortbeiträgen, Gebet
oder einer Auslegung beteiligen (1Kor 14,26). Alles soll zur Erbauung der
Geschwister geschehen.
Die Versammlung ist finanziell unabhängig und bedarf keiner Aufwendungen von
Mitgliedern.
|
|
| GOTTES WORT
|
Die Bücher des alten und neuen Testamentes sind unfehlbares Wort Gottes. Die
Heilige Schrift im Urtext ist in allen Teilen (den Schriften der Propheten,
Aposteln etc.) wörtlich von Gott inspiriert (2Tim 3,16). Wir sind der
Überzeugung, dass Gott sein Wort über die Jahrhunderte treu und zuverlässig
bewahrt hat.
|
|
| DER EINE WAHRE GOTT
|
Der ewige Gott ist ohne Ursprung und ohne Ende. Er existiert in der Person des
Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Er ist Schöpfer, Erhalter und
Richter dieser Welt. Außer diesem einen wahren Gott existieren keine anderen
Götter neben ihm.
|
|
| DER HERR JESUS CHRISTUS
|
Jesus Christus ist selbst ewiger Gott und wahrer Mensch zugleich. Wir glauben
an die Präexistenz Christi, an die jungfräuliche Empfängnis Marias und Zeugung
durch den Heiligen Geist. Jesus Christus ist der einzige Mensch, der ohne Sünde
gelebt und durch seinen Opfertod am Kreuz von Golgatha die Welt mit Gott
versöhnt hat (2Kor 5,19), so dass jeder Mensch gerettet werden kann, der in
Buße und Glauben Jesus Christus als Herrn und Heiland annimmt. Die
calvinistische Lehre (Prädestinationslehre), dass Christus das Erlösungswerk
nicht für alle Menschen vollbracht hat und somit nicht jeder Mensch erlöst
werden kann, lehnen wir als Irrlehre ab. Wir glauben an die leibhafte
Auferstehung (Luk 24,26-43), seine leibhaftige Himmelfahrt (Apg 1,9) und an
seine leibliche Wiederkunft auf die Erde (Apg 1,11)
|
|
| DER HEILIGE GEIST
|
Der Heilige Geist überführt als eine Person der Gottheit die Welt von Sünde
(Joh 16,17) und bewirkt Umkehr und Glauben. Er schenkt dem bußfertigen Sünder,
der zu Christus kommt, die Wiedergeburt und das neue Leben aus Gott (Joh 3,5).
Dadurch wird der Gläubige mit dem Erlösungswerk am Kreuz in Verbindung gebracht
(Röm 6) und in den Leib der Gemeinde Christi hineingetauft (1Kor 12,13). Jeder
wiedergeborene Christ ist mit dem Heiligen Geist versiegelt (Eph 1,13). Die oft
durch Handauflegung vermittelte sog. Geistestaufe als zweite Erfahrung lehnen
wir ab. Der Heilige Geist bleibt in Ewigkeit im Gläubigen (Joh 14,16f). Eine
dämonische Belastung im Sinne der Innewohnung falscher Geister im Gläubigen
lehnen wir als schriftwidrig ab.
|
|
| DER MENSCH
|
Als direktes Geschöpf Gottes wird der Mensch von Gott geliebt (Joh 3,16),
obwohl Adam - der erste Mensch - in Sünde gefallen ist und diese an alle seine
Nachkommen weitergegeben hat, so dass alle Menschen Sünder sind und der
Erlösung bedürfen. Alle Arten der Evolutionstheorie lehnen wir als
unwissenschaftlich und schriftwidrig ab. Der heutige Mensch stammt nicht vom
Affen ab, sondern ist direkter Nachkomme Adams (siehe auch Luk 3) der direkt
und vollständig von Gott geschaffen wurde. Die heutige Menschheit besteht aus
Nachkommen der drei Söhne Noahs, die sich über die
bestehende Schöpfung
verbreitet haben.
|
|
| DIE SCHÖPFUNG
|
Vor etwa 6000 Jahren hat Gott in sechs Tagen Himmel und Erde erschaffen (1Mo
1). Diesen Schöpfungsakt hat Gott durch Jesus Christus durchgeführt (Heb 1,2;
Kol 1,15). Aufgrund der Steigerung der Sünde, richtete Gott die Menschheit mit
einer globalen Sintflut, deren Zeugen (Fossilien etc.) noch heute zu sehen
sind. Nach 2Pet 3,10 wird diese Erde und ihre Werke in Feuer verbrennen. Nach
dem 1000-jährigen Reich (Offb 20) des Messias Jesus Christus auf dieser Erde,
wird Gott einen neuen Himmel und eine Neue Erde erschaffen, auf denen
Gerechtigkeit wohnen wird (Offb 21.1).
|
|
| DAS HEIL
|
Jesus Christus hat aus Gnade zu uns Menschen am Kreuz von Golgatha eine ewige,
vollkommene Erlösung vollbracht. Dieses Heil wird nicht durch Sakramente
vermittelt (Taufe, Abendmahl), sondern als freies Geschenk durch echte Buße
(d.h. Erkenntnis und Abkehr von Sünde) und Glauben an Jesus Christus persönlich
angenommen. Wer Jesus Christus in Buße als Herrn und Heiland nach Joh 1,12 in
sein Leben aufgenommen hat, ist ein Kind Gottes geworden. Alle anderen Heilswege
(Werksgerechtigkeit, Sakramentalismus, Bilder- bzw. Götzendienst, Heiligen-
bzw. Marienverehrung) lehnen wir ab. Wir sind überzeugt, dass ein Mensch der
echt die Wiedergeburt durch die
Hinwendung an Jesus Christus erfahren hat, nicht
mehr vom Heil abfallen kann und
will. Wer Christus wieder verlässt, war
offensichtlich nie echtes Kind Gottes und kann daher verloren gehen.
|
|
| SATAN
|
Der Teufel, Luzifer bzw. Satan existiert als Person und wirkt als Gegenspieler
Gottes und der Gläubigen. Er ist der Oberste der gefallenen Dämonen (Eph
6,11f). Durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi sind alle Mächte der
Finsternis bereits besiegt und sehen ihrem endgültigen Schicksal im ewigen
Feuer entgegen (Off 20,10).
|
|
| DAS LEBEN ALS CHRIST
|
Jeder wiedergeborene Christ befindet sich in der aktiven Nachfolge Jesu
Christi. Diese Nachfolge ist nur in Verbindung mit Jesus Christus möglich. Die
Nachfolge Jesu Christi wird an der Frucht des Geistes (Gal 5,22), an der Liebe
zu Gott und seinem Wort, an der Liebe zu anderen Christen und allen Mitmenschen
sichtbar. Zentrale Aufgabe in der Nachfolge Jesu Christi ist die
Evangelisation. Wir sind der Staatsgewalt untertan (Röm 13,1-7),
sofern
dadurch Gottes Gebote nicht verletzt werden (Apg 5,29).
|
|
| TAUFE UND ABENDMAHL
|
Sowohl die Glaubenstaufe als auch das Brotbrechen (bzw. der Tisch oder Mahl des
Herrn) sind Anweisungen des Herrn Jesus Christus an seine Gemeinde. Getauft
werden können Menschen, die bezeugen können, dass sie Buße von ihren Sünden
getan haben, Jesus Christus in ihr Leben aufgenommen haben und in der Nachfolge
Jesu Christi leben wollen. Die Taufe geschieht durch Untertauchen in Wasser und
symbolisiert die Tatsache, dass der Gläubige mit Christus gekreuzigt, gestorben
und wieder zu neuem Leben auferstanden ist. Das Zusammenkommen der Gläubigen am
Tisch des Herrn (1Kor 10) wirkt keine Vergebung der Sünden, sondern dient dem
Gedächtnis an das vollbrachte Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz von Golgatha.
Die Gläubigen zeigen dadurch, dass sie in Verbindung mit dem Werk des Herrn
Jesus gekommen sind. Von der Teilnahme am Mahl des Herrn sind alle Menschen
ausgeschlossen, die Jesus Christus nicht persönlich kennen und das
Erlösungswerk nicht angenommen haben. Nach 1Kor 11,27-32 muss vor der Teilnahme
eine Selbstprüfung stattfinden und unbereinigte Sünden bekannt werden.
|
|
| DIE WIEDERKUNFT JESU CHRISTI
|
Wir sind überzeugt, dass Jesus Christus vor der Trübsal (Offb.6-19) die
Gemeinde in den Himmel aufnehmen wird. Die Entrückung, d.h. die Hinwegnahme der Christen von dieser Erde in den Himmel, ist eine jederzeit
mögliche Tatsache. Nach 2Thes 2,10ff werden Menschen, die heute das Evangelium
gekannt, aber Jesus Christus nicht
angenommen haben, nach der Entrückung keine
Möglichkeit mehr zur Buße haben, sondern der antichristlichen Verführung
erliegen. Die schweren Gerichte der großen Trübsal (Mat 24,4ff) gipfeln im
Auftreten des Antichristen, der die Welt gerichtsreif machen wird. In dieser
Zeit findet auch der endgültige Abfall der "christlichen" Kirche von Jesus
Christus statt (Off 17 und 18), der jedoch nach den 7 Jahren der Trübsal
persönlich mit seiner Gemeinde wiederkommen wird, um alle Gottlosigkeiten von
der Erde zu entfernen und sein Reich
aufzurichten. In dieser Zeit wird ganz
Israel Jesus Christus als ihren Messias erkennen und ihn in Buße und Bekehrung
annehmen, so dass ganz Israel gerettet wird (Röm 11,26). Der Wohnort der
Gemeinde wird im messianischen Reich das himmlische Jerusalem sein. Christus
wird dann zusammen mit seiner Gemeinde 1000 Jahre diese Welt regieren.
|
|
| DIE ZUKÜNFTIGE EXISTENZ
|
Jeder Mensch hat eine ewige, unauslöschliche Existenz, mit der er als Erlöster
entweder die Herrlichkeit bei Gott oder als Verdammter die Qualen der Trennung
von Gott in der ewigen Verdammnis erleben wird. Die Lehre der Allversöhnung,
wonach alle Menschen letztendlich gerettet werden, ist nicht im Einklang mit
der Heiligen Schrift. Die Menschen werden ihr Schicksal mit vollem
Bewusstsein
erleben (Luk 16,19-31) - sowohl die herrliche Gemeinschaft mit Gott, als auch
das ewige Getrenntsein von ihm. Die Lehre vom Fegefeuer als Reinigungsort
lehnen wir ab. Die Reinigung von Sünden ist allein durch das Blut Jesu Christi
zu Lebzeiten des Menschen möglich (1Joh 1,7). Lukas 16 zeigt uns den
gegenwärtigen Aufenthaltsort der beiden Menschheitsgruppen vor der
Auferstehung: Paradies oder Hades. Beide Orte gehen den endgültigen
Aufenthaltsorten der Menschen nach deren Auferstehung voraus. Alle Menschen
werden auferstehen - entweder zur Auferstehung des Lebens in der himmlischen
Herrlichkeit oder zur Auferstehung des Gerichts (Offb 20,11ff) in der ewigen
Hölle.
|
|
| ZEICHEN, WUNDER UND SPRACHENREDE
|
|
Wir sind überzeugt, dass die Zeichen (Krankenheilung, Totenauferweckung etc.)
der Beglaubigung der messianischen und apostolischen Verkündigung dienten und
mit Ende der Apostelzeit aufgehört haben (Heb 2,4). Die Gabe der Prophetie war
der Gemeinde der Anfangszeit gegeben bis der Kanon der Heiligen Schrift
vollendet war. Die Sprachenrede war zum einen Zeichen für das jüdische Volk,
dass nunmehr das Heil auch für Nichtjuden zugänglich ist. Echtes Sprachenreden
im neutestamentlichen Sinn gibt es heute nicht mehr. Genauso lehnen wir
außerbiblische Prophetien und Wunderveranstaltungen als Verführung
ab. Wir glauben jedoch, dass Gott in seiner Liebe und Souveränität auch heute
noch kranke Menschen heilen kann, wenn es seinem Willen entspricht.
|
|
| ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN CHRISTLICHEN
DENOMINATIONEN
|
Die Bibel lehrt, dass alle Wiedergeborenen zur weltweiten Gemeinde Jesu Christi
gehören. Sie sind durch Christus vereint und untereinander Brüder und
Schwestern. Die Heilige Schrift lehrt, dass sich Gläubige in örtlichen
Gemeinden versammeln sollen. Jede Gemeinde ist unabhängig und allein Jesus
Christus verpflichtet. Eine Zusammenarbeit mit christlichen Gemeinden und
Organisationen, die mit der Ökumene oder der evang. Allianz in Verbindung
stehen lehnen wir ab. Wir suchen keine Zusammenarbeit mit pfingstlerischen oder
charismatischen Gemeinden, da entsprechende Lehrunterschiede zu groß sind.
Darüber hinaus lehnen wir jede Verbindung mit Sekten (Mormonen, Zeugen
Jehovas, Adventisten, Calvinisten, Lutheraner und Katholiken) ab, da dort
nicht Christus allein gepredigt wird, sondern verschiedene Sonderlehren.
|
|
|