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Die Moschee von DIYANET
in Ingolstadt

 
Die islamische Gemeinde DIYANET in Ingolstadt, welche ihre Moschee derzeit noch in einem einfachen Gebäude an der Manisastraße hat, wird dort 2004 eine neue große Moschee errichten.

Gelände der zukünftigen Moschee. Foto: Kurt Scheuerer

Hierzu hat der Verein bereits von den Stadtwerken das bisher ungenutzte ca. 5000 Quadratmeter große Gelände hinter dem derzeitigen Vereinsheim gekauft.

Gedacht ist an ein Kulturzentrum für alle Ingolstädter, ungeachtet ihrer Nationalität und Religion. "Wir wollen hier kein Ghetto schaffen und uns einkapseln, sondern gezielt auf alle zugehen und gute, nachbarschaftliche Beziehungen pflegen", versichert Vereinssprecher Dr. Kemal Çobanoglu.

Gelände der zukünftigen Moschee. Foto: Kurt Scheuerer

Der Rohentwurf für die Moschee stammt vom Bürgermeister von Manisa (von Beruf Architekt), der Plan von dem Augsburger Architekten Hüssein Portakal.

In Anklang an den klassischen Moschee-Typ des bedeutenden osmanischen Architekten Mimar Sinan (16. Jh.) befindet sich im zweiten Obergeschoss ein großer Gebetsraum, welcher von einer 19 Meter hohen Hauptkuppel bedeckt wird. Dieses Gewölbe ermöglicht eine besondere Akustik (vergleichbar derjenigen der Ingolstädter Piuskirche), so dass auch das geflüsterte Gebet des Immam jedem Gläubigen hörbar wird.
Modell der zukünftigen Moschee. Foto: Kurt Scheuerer
Die Längsachse des gesamten Moschee-Gebäudes - und damit auch die Richtung des Gebets - zeigt genau nach Mekka.

Laden und Vereinslokal befinden sich im Erdgeschoss, darüber sind Gemeinschafts- und Vortragsräume sowie die Bibliothek vorgesehen.

 

Die Spielfelder der neben der Moschee liegenden Sport- und Mehrzweckhalle mit Zuschauertribüne sind für alle gängigen Ballspielarten markiert. Die Halle soll auch von der benachbarten heilpädagogischen Schule mit benutzt werden.
Im Kellergeschoss sind Kegelbahnen und ein Raum für Tischtennis untergebracht, dazu ein kleines Café als Treffpunkt für Jugendliche.

Dieses große Bauvorhaben wird aus den Spenden der Ingolstädter Muslime finanziert werden. Vom Dachverband Türkisch-islamische Union kommen Zuschüsse und auch die türkische Partnerstadt Manisa hat großzügige Unterstützung zugesagt.

Basar. Foto: Kurt Scheuerer
Im Frühjahr 2003 wurde ein mehrtägiger Basar abgehalten, dessen Erlös dem Bau der Moschee zugute kommen sollte. Von den Frauen wurden in Handarbeit Decken gehäkelt sowie Kleidungsstücke angefertigt und angeboten.

 

Bericht und Fotos: Kurt Scheuerer. 2003


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