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Kurt Scheuerer:
Jesuitentheater in Ingolstadt: Nebu Kadnezzar

 

Nebukadnezzar - babylonischer Großkönig in biblischen Texten

In den Büchern des Alten Testamentes finden wir die Gestalt des Nebu Kadnezzar.
Er wird mit dem babylonischen Weltrecht, dem Turmbau von Babel und der Verbrennung des Daniel im Feuerofen festgemacht.

17.11.98, 19.30 Uhr, Münsterpfarrheim, Kupferstraße 30, Ingolstadt
Die Person des Nebu Kadnezzar
Vortrag von Religionslehrer Stefan Welz
Wer war dieser Nebu Kadnezzar, der in den Jahren 604-542 v.Chr. gelebt hat, wirklich?
Was sagt uns die Geschichte und was sagt uns das Alte Testament über diese Person?
Diesen Fragen wollen wir an diesem Abend nachgehen, auch im Hinblick darauf, dass am 22.11. im Rahmen des Jesuitentheaters die Gestalt des Nebu Kadnezzar die Schlüsselrolle zum Verständnis des Stückes sein wird.


22.11.98, 19.30 Uhr, Orbansaal, Bergbräustraße 1, Ingolstadt
Nebu Kadnezzar
ein Psychogramm von Pater Walter Rupp SJ, München
18 Uhr Abendmesse im Münster
19.30 Uhr Aufführung des Dramas im Orbansaal
(Eintritt: DM 20,- / ermäßigt DM 15,-)

In der Geschichte des Jesuitenordens hat das Jesuitentheater über Jahrhunderte eine herausragende Rolle gespielt. Durch die Methode des Theaterspielens haben Jesuiten versucht, Fragen des Lebens und Glaubens auf eine den Menschen verständliche Art und Weise zu vermitteln.

Pater Walter Rupp SJ, Akademieseelsorger in München, hat in den letzten Jahren mit großem Erfolg diese Tradition wiederbelebt. Das Katholische Stadtbildungswerk bietet die Möglichkeit, an traditionsreichem Ort ein solches Jesuitentheater zu erleben.
Pater Rupp läßt in seinem Stück die Gestalt Nebu Kadnezzars wieder auferstehen, der kritische Anfragen an Kirche und Gesellschaft formuliert.


Die alttestamentliche Gestalt des Nebu Kadnezzar steht für Zwangsumsiedlung, Freiheitsberaubung, Unterdrückung, Plünderung, etc., somit für die Verletzung der Menschenrechte, ein hochbrisantes Thema anlässlich des Jubiläums
50 Jahre Tag der Menschenrechte.
Das Stadtdekanat greift in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk mit dieser Einladung an alle Bürger der Stadt eine alte Ingolstädter Tradition auf. Bereits die Schulmeister der frühneuzeitlichen Schulen belebten die kulturelle Szene der Stadt mit Tragödien und Kommödien wie die frühesten Ratsprotokolle aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts bezeugen.
Die unbestrittene Glanzzeit begann jedoch mit der Ankunft der Jesuiten und ihrer Kolleggründung in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Während ihrer mehr als 200 Jahre währenden Anwesenheit vor Ort wurden biblische, legendäre und historische Stoffe von berühmten Ordensmitgliedern wie Jakob Gretser und Jakob Balde, u.a. in Dramen umgesetzt.

Doris Wittmann, 1998


Tradition des Jesuitentheaters wird mit neuem Stück fortgesetzt

Ingolstadt (jup)
Anknüpfend an den großen Erfolg im vergangenen Jahr, lädt das Katholische Stadtbildungswerk am Sonntag, 21. November, um 19.30 Uhr in den Orbansaal an der Bergbräustraße 1 zu einem neuen Stück von Pater Walter Rupp ein. Sein neues Werk "Ante Euro Natum" setzt die Tradition des Jesuitentheaters fort.

Indem er den Betrachter in ein Raumschiff setzt, von dem aus er die Welt einmal von einer höheren Warte aus betrachten kann, hält der Autor dem Zuschauer zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen Spiegel vor Augen. Dabei zeigt er den Besuchern Ruinen der Vergangenheit und macht sie mit umstrittenen Experten, überschätzten Denkern und verschiedenen Ganoven bekannt. Den Besuchern werden dabei Persönlichkeiten aus der Vergangenheit und deren damalige Aussagen vor Augen gehalten.

Die Inszenierung, die derzeit mit großem Erfolg in München läuft, wird nur einmal außerhalb Münchens - und zwar in Ingolstadt - gezeigt. Regie führt Dr. Bruno Hetzendorfer.

Vor der Vorstellung wird Pater Rupp die Abendmesse im Münster halten und dort predigen.

Donaukurier 11.11.1999


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