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Plätze in Ingolstadt
Die Entwicklung des Viktualienmarkts

 
Foto: Kurt Scheuerer
Unter dem Nordteil der Schutterstraße floss früher offen die Schutter vorbei. Wo heute die Sparkasse ist, waren früher die Fleischbanke, eine Art von Schlachthof bzw. Metzgerverkaufshaus. Etwa an der heutigen Zufahrt zur Tiefgarage befand sich ein Haus über der Schutter, vermutlich die Stadtmühle.
 
Foto: Kurt Scheuerer
Nördlich der Schutter und westlich der Mauthstraße waren nach 1300 die dem Herzog (dessen Schloss steht heute noch schräg gegenüber der Mauthstraße) direkt unterstellten damaligen Bankiers (die Juden) angesiedelt. Im Zuge einer Verfolgung wurden diese 1384 vertrieben und damit auch enteignet.
 
Foto: Kurt Scheuerer
Das Gelände erhielten die Augustiner, welche ein Kloster und eine Kirche im gotischen Stil errichteten.
 
Foto: Kurt Scheuerer Foto: Kurt Scheuerer
Nach 1700 wurde diese Kirche erneuert und vom Baumeister Johann Michael Fischer zu einer Wallfahrtskirche ausgebaut.
1945 fiel diese barocke Kirche einem Bombenangriff zum Opfer - im Keller starben dabei 73 Menschen. Die Ruine der Kirche wurde nach dem Krieg nach heftigen Debatten zwischen Stadträten und Architekten abgerissen.

Dann war dort lange Zeit ein Parkplatz. Vor etwa zwei Jahrzehnten wurden Buden aufgestellt und Bäume gepflanzt, ein riesiger Bewirtschaftungsbetrieb entstand.

Im Norden, Westen und Süden von hohen Gebäuden begrenzt bietet dieser Platz nach Osten hin Aussicht auf historisch wichtige Ingolstädter Gebäude und die Donau. Eine Stadtführung sollte nach Möglichkeit hier ihren Anfang nehmen, wie das wohl auch bei der Entwicklung der herzoglichen Stadt des Mittelalters der Fall war.


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