Kurt Scheuerer - Materialsammlung zur Kunst in Ingolstadt
Pius Eichlinger

 

Vase 1998

Keramiker, Maler
Geb. am 11.2.1925 in Ingolstadt
Kunsterzieher am Scheiner-Gymnasium in Ingolstadt
1979 Gesellenprüfung im Keramikhandwerk

Ausstellungen in Ingolstadt:
in der Galerie im Stadttheater 1971, 1979 und 1995,
im Stadtmuseum Ingolstadt 1985 (Keramik)
in der Harderbastei Ingolstadt 1998

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Kunstpreis der Stadt Ingolstadt 1995
bei seiner Retrospektive am 3.2.1995
in der Galerie im Stadttheater anläßlich seines 70. Geburtstages.


Pius Eichlingers spontane Liebe zur Keramik

Pius Eichlinger erhält in diesem Jahr den Kunstpreis der Stadt Ingolstadt

Pius Eichlinger. Foto: Michael Schmatloch
Ingolstadt (DK) 1994
"Man müßte einen ganzen Wald damit erbauen", schwärmt Pius Eichlinger mit dem Blick auf eine seiner zirka 2,40 Meter hohen Keramikstelen, die in seinem Ingolstädter Atelier gerade entstehen. Der diesjährige Preisträger des mit 5000 Mark dotierten Kunstpreises seiner Heimatstadt ist zwar auch leidenschaftlicher Maler, aber dies in erster Linie, wenn er in der Provence weilt, wo er seit 1967 in der 250-Seelen-Gemeinde Miramas le Vieux ein Haus besitzt. Dort kann er der von ihm bevorzugten Freiluftmalerei frönen. In heimatlichen Gefilden jedoch widmet er sich seiner Liebe zur Keramik.

Dabei hatte die Arbeit am erdigen Material erst richtig angefangen, nachdem eine schwere Krankheit den heute 69jährigen 1976 gezwungen hatte, von seiner Tätigkeit als Kunsterzieher Abschied zu nehmen.

Eichlinger, der von 1945 bis 1949 an der Hochschule der Bildenden Künste München studiert hatte, war damals zwar bei Karl Sittl schon speziell in Keramik ausgebildet worden, doch er konnte sich erst als freischaffender Künstler die Zeit zur Vervollkommnung seiner Kenntnisse nehmen und legte 1979 zusätzlich die Gesellenprüfung in Keramik ab.

Diese handwerkliche Perfektion ist noch heute zu spüren, wenn er an der Drehscheibe sitzt und spontan eine Vase oder eine Schale aus einem Klumpen Ton formt. Pius Eichlinger sprüht vor Ideen, arbeitet mehrere Dinge oft gleichzeitig. Er geht sowohl in der Malerei als auch in seinen Tonarbeiten dem inneren Impuls nach, den er durch den Ort und dessen Atmosphäre empfängt.
Oft nach Aufenthalten in der Natur: 1985 entstand seine erste Keramikstele, von einem Samenbaum inspiriert. Seitdem formt er seine Bäume aus Tonplatten, um sie anschließend über Eisenstangen zusammenzustecken, die den Bäumen im Inneren Statik verleihen.

Vom 24. Februar 1995 an werden seine Bilder und Keramiken in der Galerie im Stadttheater in einer Retrospektive gezeigt.

Barbara Fröhlich
Donaukurier Ingolstadt, 10.12.1994

Er hat 1995 für die China-Keramik-Schau im Stadtmuseum Ingolstadt,
jeweils einige Schalen mit verlaufender Glasur zur Verfügung gestellt.
Hier (links) beim Betrachten antiker chinesischer Blauweiß-Keramik.


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