Kurt Scheuerer - Materialsammlung zur Kunst in Ingolstadt
Käte Krakow

 
Der Stadtrat der Stadt Ingolstadt hat in der Sitzung am 22.07.1999 den Kunstpreis 1999 einstimmig an Frau Käte Krakow verliehen.

"Frau Käte Krakow ist ihrem traditionellen, realistischen Stil über viele Jahrzehnte hinweg treu geblieben. Das menschliche Antlitz zieht sich als roter Faden durch das OEuvre der Künstlerin. Ob als Holzschnitt, Rötelzeichnung oder Skulptur, der Mensch in seiner Größe, aber auch in seiner Verletzlichkeit ist immer wieder ein Thema ihres kreativen Schaffensprozesses. Frau Käte Krakow hat seit 1963 das Künstlerische Leben in Ingolstadt in bemerkenswerter Weise mitgestaltet."

Verleihung des Kunstpreises des Jahres 1999 an Frau Käte Krakow
am Donnerstag, 18. November 1999, 18 Uhr
in der Galerie im Theater Ingolstadt.

Krakow
Käte Krakow wurde 1918 in Stücken (Mark Brandenburg) geboren.
Ausbildung zur Bildhauerin an den Akademien der Bildenden Künste in Königsberg und München.
1944 Münchner Kunstpreis.
Längerer Lebensabschnitt in Heidelberg.
Seit 1961 in Ingolstadt.

Arbeiten in Holz, Ton und Bronze, darunter Portraits von Marieluise Fleißer, Dr. Siegfried Hofmann und Prof. Goerke.
Im öffentlichen Raum ist sie mit Figurengruppen, Sgraffiti oder Brunnen präsent.

Erste Holzschnittausstellung im Jahr 1963 in der Neuen Galerie.
Danach zahlreiche Einzelausstellungen und Mitwirkungen an Gruppenpräsentationen in Ingolstadt, aber auch in verschiedenen Großstädten inner- und außerhalb Deutschlands, so in Paris, Athen und Wien.

"Käte Krakow war stets eine aufmerksame und kritische Beobachterin und Mitgestalterin des künstlerischen Lebens der Stadt. 1989 erstellte sie - im Auftrag der Sparkasse Ingolstadt - ihre letzte größere Skulptur, 1998 zeigte die Stadt Ingolstadt anläßlich ihres 80. Geburtstages in der Harderbastei eine umfangreiche Retrospektive auf das faszinierende Werk der Künstlerin.

Käte Krakow ist ihrem realistischen, klassischen Stil über lange Jahrzehnte hinweg treu geblleben, wobei das menschliche Antlitz immer Hauptbestandteil ihres künstlerischen Interesses war. Da sie als Bildhauerin das kulturelle Leben der Stadt in prägender Weise mitbestimmt hat, wird ihr als Anerkennung der Kunstpreis 1999 verliehen."

iz, 05.08.1999


Der Brunnen in der Gaimersheimerstraße stammt von Frau Krakow.

Krakow-Brunnen. Foto: Kurt Scheuerer
Krakow-Brunnen. Foto: Kurt Scheuerer

Krakow-Brunnen. Foto: Kurt Scheuerer
Die Bronze ist bereits fein patiniert und hat Kalkspuren angesetzt, welche dem Material einen besonderen Farbreiz verleihen.

Besonders hervorzuheben ist das feine und doch volle Aufquellen des Wassers, welches an einen ausbrechenden Vulkan erinnert.


Braun - Krakow. Foto: Kurt Scheuerer
Im Jahr 2001 ist Frau Krakow gestorben.
(Hier im Vorjahr bei einer Ausstellungsbesichtigung
mit Herrn Architekten Braun.)

Krakow-Brunnen. Foto: Kurt Scheuerer
Brunnen an der Straße Auf der Schanz.


Brunnenfotos: Kurt Scheuerer, Ingolstadt

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