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Lilien in Kunst und Natur
 

 
Bildrechte: Stadtmuseum Ingolstadt

Der Lichtbildervortrag führt die Lilie als Symbol für Reinheit und Unberührtheit in der christlichen Kunst des Mittelalters vor. In den Gärten der frühmittelalterlichen Klöster befanden sich die Beete von Lilien und Rosen an herausgehobener Stelle. Im hohen Mittelalter wurden beide Blumen der Muttergottes zugeordnet. Auf spätmittelalterlichen Bildern erscheint die Lilie als die Blume des Verkündigungsengels als Symbol der erbsündenfreien Empängnis Marias. Später verschwindet die Lilie aus der christlichen Kunst und taucht nur noch vereinzelt, besonders als Blume der Keuschheit in der Hand von Joseph und anderen enthaltsam lebenden Heiligen auf.

Fotos von europäischen und asiatischen Lilien aus einem längst vergangenen Ingolstädter Naturgarten zeigen Urformen, Kreuzungen und Garten-Züchtungen dieser Pflanzengruppe in natürlicher Umgebung. Es war damals in den 80er-Jahren versucht worden, die verschiedenen Liliengruppen möglichst standortgetreu wachsen zu lassen. Dies führte zwar zu schönen Fotos aber auch zu einer erheblichen Zunahme von Lilienhähnchen und Schnecken, welche durch ihre Gefräßigkeit das Experiment allmählich beendeten.

Ergänzt wird dies durch Abbildungen aus den beiden Kräuterbüchern des im 16. Jahrhundert kurz in Ingolstadt lehrenden Professors Leonhart Fuchs, der die Pflanzen genau beschrieb und ihre medizinische "krafft und würckung" hervorhob. Der Saft der weißen Gilgen sollte zur Wundheilung beitragen und bei Schlangenbiss helfen sowie Hühneraugen vertreiben.

Bildrechte: Stadtmuseum Ingolstadt und Kurt Scheuerer


Lilie
2006, Stadtmuseum, Ingolstadt
Lilien in Kunst und Natur
Die Blume Marias,
Symbol der Reinheit und Keuschheit
Lichtbildervortrag von Kurt Scheuerer

Siehe auch:

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