Logo KS Kurt Scheuerer - Materialsammlung zur Numismatik
Münzen prägen - frühere Aktionen

 
KS und der Leiter der Sparkassenfiliale in der Gaimersheimer Straße, Herr Bauer. Foto: G. Welker Besucherin beim Münzenprägen. Foto: G. Welker

Am Weltspartag selbst Münzen prägen

In original keltischer Art, wie vor 2000 Jahren in Manching.
Sparkasse Ingolstadt, Gaimersheimer Straße, Donnerstag 30.10.97, 10-12 und 14-16 Uhr


Antike Münzen
Führung und Demonstration im Stadtmuseum Ingolstadt:
14.06.1998 um 14 Uhr - 28.02.1999 um 14 Uhr - 30.01.2000, 14 Uhr


Römerfest in Möckenlohe
22. und 23.08.1998 - Münzenprägen in der Villa rustica:

KS in Möckenlohe. Foto: G. Welker da war ein furchtbar kalter Wind jetzt hab ich mich aber genug in Szene gesetzt ;-)




Römische Republik, Denar, gefüttert. FO: Manching. Foto: KS. Stadtmuseum Ingolstadt.
30.01.2000, 14 Uhr, Ingolstadt, Herr Scheuerer

Münzen - Original oder Fälschung?
Antike Silbermünzen mit Kupferkern
Moderne Fälschungen antiker Münzen

Bereits in der römischen Republik wurden gelegentlich Denare aus einem mit Silberfolie umhüllten Kupferkern hergestellt, was die Kelten in Manching fleißig nachahmten.
Dieses Thema bildet einen Schwerpunkt der Münzsammlung des Stadtmuseums.
Die Führung wird durch eine kleine Sonderschau zusätzlich illustriert.
Fälschungen, Verbote und Gegenmaßnahmen, von der Antike bis zur Gegenwart.
Die Besucher können mit eigener Hand gefütterte Münzen prägen.
Ort: Stadtmuseum (TP Museumskasse, Führung und Eintritt 6,-, Kinder unter 15 Jahren sind frei).
Beginn: 14.00 Uhr, Dauer: ca. 1,5 Stunden


Waffen basteln und Geld fälschen

Ist Ihnen schon mal aufg'fallen, dass vor den Museen lange Schlangen von Leuten auf Einlass warten? In Ingolstadt bestimmt net. In Wirklichkeit geht's in unseren Museen nämlich ziemlich beschaulich zu, besser g'sagt, es ist "tote Hose". Deshalb müssen sich die Museumschefs und Chefinnen immer wieder was Neues einfallen lassen, damit die Besucherbilanz net gar so trostlos ausfällt.
Aber was tun? Die Erwachsenen ins Museum locken, ist eine schwierige Sach'. Die sind mit dem Anschauen von Lindenstraße, Musikantenstadl und Peep restlos augelastet. Bleiben nur noch die Kinder. Die haben mit Videospielen und Internetsurfen zwar auch allerhand zu tun, aber mit einer pfiffigen Idee lässt sich doch mancher Bub und manches Mädchen verleiten, sich mal so ein altmodisches Museum von innen anzuschaun.
Geradezu vorbildlich ist hier das Stadtmuseum. Jedes Wochenende können die Kinder was Nützliches lernen, zum Beispiel Waffen zu basteln oder sich wie die Steinzeitmenschen zu benehmen. Schönen Gruß an die Eltern!

Aber noch viel interessanter könnt' die Sonderführung am Sonntag werden. Das geht es nämlich um Münzen. Nein, nicht um die in den Vitrinen, vielmehr gibt es "Gelegenheit, Münzen selbst zu fälschen". Ja wirklich. So steht's in der Ankündigung. Des ist doch wirklich eine Superidee! So können die Kinder auch mal was zum Familieneinkommen beitragen, und strafmündig sind sie schließlich auch noch nicht.

Mich wundert bloß, dass das Armeemuseum noch nicht auf diesen Trichter gekommen ist. Entweder es wird jeden Tag von Besuchermassen gestürmt, oder der Museumschef Dr. Aichner hat net gern so viel Trubel in seinem Haus. Dabei gäb's doch grad bei ihm die schönsten Spielsachen für abenteuerlustige Kinder.
So könnt' das Armeemuseum ein "lustiges Kanonenschießen" veranstalten. Eine Salve auf die Stadt, gezielt aufs Neue Rathaus, das wär' doch eine Mordsgaudi, und vorm Armeemuseum würden die Kinder Schlange stehen,
glaubt der SCHLIFFEL.

DONAUKURIER 27.1.2000 ©


Schon im Altertum galt:
Nicht alles, was glänzt, ist wirklich aus Silber

Führung von Kurt Scheuerer im Stadtmuseum zu Münzen und Fälschungen
Vor allem Kinder interessiert

Ingolstadt (juf)
Nicht alles, was wie ein echter silberner Denar aus der Römerzeit aussieht, ist auch wirklich aus reinem Silber. Sowohl die Römer selbst als auch die Kelten verstanden sich bereits auf das Fälschen von Münzen. Vielleicht war's früher ja sogar einfacher als heute...
Am vergangenen Sonntag führte Kurt Scheuerer Kinder und Erwachsene durch das Stadtmuseum und erklärte nicht nur die Besonderheiten der Münzen in verschiedenen Epochen, sondern auch die Methoden der Münzfälschung anhand von römischen Silbermünzen (DK berichtete bereits gestern kurz).
Die Techniken, die dabei angewendet wurden, waren zwei verschiedene. Die eine Möglichkeit bestand darin, einen weniger wertvollen Kupferkern mit einem dünnen Silberblatt zu um wickeln und dann die Münze zu prägen. Bei der anderen Methode wurden Kupfer und Silber gemischt und die Münze in ein Zitronensäurebad gegeben. Dadurch wird das Kupfer an der Oberfläche entfernt, und die Münze sieht so aus, als ob sie ganz aus Silber wäre. Diese äußere Schicht wird dann Silbersud genannt.
Kurt Scheuerer, der schon seit zwanzig Jahren ehrenamtlicher Mitarbeiter des Stadtmuseums ist, erzählte, dass bei dem Münzfund in der Keltenstadt bei Manching 1936, im Zuge der Bauarbeiten am Manchinger Flughafen, bei den zirka 100 Münzen nur drei gefälschte waren. Eigentlich waren aber ungefähr ein Drittel der Münzen zu dieser Zeit gefälscht. Es ist also anzunehmen, dass jemand die "guten" Münzen aussortiert hat, um sie zu "sparen".
Im Rahmen der experimentellen Archäologie hat Scheuerer Prägeeisen des mittelalterlichen Landshuter Pfennigs und des ersten Ingolstädter Pfennigs hergestellt.

Die Besucher der Führung hatten dann im Anschluss an die Veranstaltung selbst die Möglichkeit, einmal Münzen zu prägen. Dieses Angebot nahmen vor allem die Kinder mit großer Begeisterung an - sie gingen vor Begeisterung schon fast zur Serienproduktion von "Falschgeld" über...

Wer jetzt selbst auch einmal zu Hammer und Prägeeisen greifen will, der muss sich gedulden. Denn so eine Führung findet nur einmal im Jahr statt. Kurt Scheuerer: "Im Sommer gibt es aber auf dem Römerfest in der Römervilla Möckenlohe etwas Ähnliches. Dort machen wir dann mit den Kindern römische Münzen - passend zum Thema. Aber dieses Jahr wird es im Festumzug zur 750-Jahr-Feier einen Münzmeister geben, der mit diesen Prägeeisen den Ingolstädter Pfennig prägen wird. Und der wird dann an die Besucher verteilt."
Wer jetzt allerdings hofft, mit dem Pfennig, für den man um 1400 noch sechs Halbe Bier bekam, etwas kaufen zu können, der wird enttäuscht sein. Weil vor allem Kinder an den Prägungen interessiert sind, verzichtet Scheuerer darauf, Blei zu verwenden, da das zu gefährlich ist. Stattdessen sind die Münzen aus kleinen Pappstücken, die mit Kupferfolie beklebt oder Alufolie umwickelt sind. Und die Stücke sind viereckig, denn wirklich rund waren die Pfennige im Mittelalter nicht.

DONAUKURIER 01.02.2000


Und wieder beim Römerfest in Möckenlohe
Erstes Wochenende im August - Münzenprägen in der Villa rustica


Siehe auch:


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